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Aronstabgewächs

Aglaonema

Aglaonema pictum

Die Aglaonema (Aglaonema pictum) ist eine anpassungsfähige, krautige Blattpflanze aus der Familie der Aronstabgewächse. Sie gedeiht am besten bei hellem, indirektem Licht, wärmeren Temperaturen und mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit. Gießen, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist, Staunässe vermeiden; die Pflanze ist reizend bis giftig durch Calciumoxalat, bitte nicht verzehren und Haustiere fernhalten.

Pflegeleicht
Foto von Aglaonema (Aglaonema pictum).

Aglaonema (Aglaonema pictum) | Foto: George De Alwis / Wikimedia Commons / Public domain

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Licht
Halbschattig, schattenverträglich
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Mittel (ca. 30–100 cm)
Wuchsform
Buschig

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Halbschattiger Platz mit hellem, indirektem Licht und ohne Zugluft.

Licht

Halbschatten wird vertragen; direkte Sonne kann die Blätter schädigen.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C und möglichst ohne starke Schwankungen.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; eine höhere Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Gießen

Gieße, sobald die obere Substratschicht angetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Substrat & Topf

Locker, humos und strukturstabil, zum Beispiel Zimmerpflanzenerde mit Rinde und Perlit.

Pflegeaufwand

Pflegeleicht

Düngen

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz halbschattig ist, ohne direkte Sonne
  • dein Platz wenig Licht bekommt, etwa abseits vom Fenster
  • du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist

Weniger geeignet, wenn …

  • die Pflanze am Südfenster in der prallen Sonne stehen müsste
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:PflegeleichtWenig LichtHalbschattig

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Krautige Blattpflanze, teils kletternd oder aufrecht.
  • Herkunft: Tropische Regenwälder Sumatras, wo sie im schattigen Unterwuchs wächst.
  • Temperatur: braucht dauerhaft Wärme (nicht unter etwa 16 °C)
  • Aufstellort: Regal oder Tisch
  • Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
  • Vermehren: Stecklinge, Teilung
  • Überwintern: Bei etwa 18 bis 22 °C hell ohne direkte Sonne halten und sparsamer gießen, ohne den Wurzelballen austrocknen zu lassen.
  • Auch bekannt als: Aglaonema; Handels- und Sortennamen können abweichen.

Aglaonema im Überblick

Aglaonema pictum gehört zur Familie der Araceae und umfasst unterschiedliche, teils variabel wachsende Arten. In Zimmerkultur bleiben die Pflanzen meist zwischen etwa 30 cm und 3 m, je nach Art und Standort. Sie sind krautig, teils aufrecht, teils mit kletternder Tendenz, und reagieren empfindlich auf dauerhaft sehr kalte Temperaturen. Gleichmäßige, warme und helle bis halbschattige Bedingungen fördern gesundes Wachstum.

Standort

Aglaonema pictum stammt aus den tropischen Wäldern Sumatras und wächst dort im schattigen Unterwuchs. In der Wohnung passt ein halbschattiger Platz mit hellem, indirektem Licht; direkte Sonne kann die Blätter schädigen. Das dunkel- und silbriggrün gemusterte Laub kommt bei gleichmäßigem Licht gut zur Geltung, während die Pflanze auch etwas weniger Licht toleriert. Normale Raumluft genügt, Zugluft und starke Temperaturschwankungen solltest du vermeiden.

Substrat und Topf

Für Aglaonema pictum eignet sich ein lockeres, humoses Substrat, das Wasser speichert, ohne lange nass zu bleiben. Eine luftige Struktur schützt die Wurzeln vor Staunässe und lässt überschüssiges Wasser zügig ablaufen. Verwende einen Topf mit Abzugslöchern und einer Drainageschicht oder freiem Ablauf; ein deutlich zu großer Topf trocknet langsam und erhöht das Risiko nasser Wurzeln.

Richtig pflegen

Gießen

Gieße, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist, und prüfe die Erde mit dem Finger, statt nach einem festen Rhythmus vorzugehen. Der Wurzelballen sollte leicht feucht bleiben, aber nicht dauerhaft nass stehen, denn Staunässe kann die Wurzeln schädigen. Gieße überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer ab. Bei weniger Licht verbraucht die Pflanze meist langsamer Wasser, daher trocknet das Substrat dann langsamer.

Düngen

Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer kannst du Aglaonema pictum sparsam und regelmäßig mit Nährstoffen versorgen. Im Herbst und Winter wächst die Pflanze langsamer, daher wird die Düngung reduziert oder pausiert.

Umtopfen

Topfe Aglaonema pictum am besten im Frühjahr um, wenn die Wurzeln den Topf dicht durchziehen oder aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle nur einen etwas größeren Topf, denn überschüssiges Substrat bleibt sonst lange feucht; lockere die Wurzeln vorsichtig und beschädige sie möglichst wenig.

Schneiden und Blattpflege

Ein regelmäßiger Formschnitt ist bei dem buschigen Wuchs nicht nötig. Entferne gelbe oder abgestorbene Blätter mit einem sauberen Schnitt nahe am Ansatz und wische Staub vorsichtig von den Blättern. Zu lange Triebe kannst du bei Bedarf einkürzen; eine Stütze braucht die Pflanze normalerweise nicht.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr beginnt Aglaonema pictum wieder kräftiger zu wachsen und verträgt dann etwas mehr Wasser sowie regelmäßige, zurückhaltende Düngung. Im Sommer steht sie hell bis halbschattig, aber ohne direkte Sonne; die Erde sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Im Herbst und Winter wird weniger gegossen und die Düngung reduziert, weil das Wachstum nachlässt. Ganzjährig braucht die wärmeliebende Pflanze einen geschützten Platz bei mindestens etwa 16 °C.

Vermehren

Am einfachsten lässt sich Aglaonema pictum im Frühjahr oder Sommer durch Teilung vermehren. Nimm die Pflanze aus dem Topf und trenne den Wurzelballen vorsichtig in mehrere Stücke, die jeweils eigene Wurzeln und Triebe besitzen. Pflanze die Teilstücke einzeln in lockeres, leicht feuchtes Substrat und stelle sie warm und hell ohne direkte Sonne auf. Alternativ können kräftige Triebe als Stecklinge bewurzelt werden.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Direkte Sonne

    • Symptom: Blätter bekommen blasse oder braune, trockene Stellen.
    • Ursache: Direkte Sonneneinstrahlung schädigt das empfindliche Laub.
    • Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze halbschattig und ohne direkte Sonne auf.
  2. Dauerhaft nasse Erde

    • Symptom: Blätter vergilben und die Pflanze wirkt schlaff.
    • Ursache: Staunässe verdrängt Luft aus dem Substrat und schädigt die Wurzeln.
    • Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die Oberfläche leicht angetrocknet ist.
  3. Zu kühler Standort

    • Symptom: Das Wachstum stockt und Blätter können sich verfärben.
    • Ursache: Kälte unter etwa 16 °C und kalte Zugluft belasten die wärmeliebende Pflanze.
    • Gegenmaßnahme: Wähle einen warmen, zugluftgeschützten Platz und vermeide kalte Fensterbänke.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie hell muss eine Aglaonema stehen?

Am besten an einem hellen Standort ohne direkte Mittagssonne; Halbschatten ist für viele Sorten ebenfalls gut geeignet.

Wie oft sollte ich meine Aglaonema gießen?

Gieße, sobald die obere Substratschicht angetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Welche Luftfeuchte ist ideal?

Normale Raumluft genügt Aglaonema pictum. Eine besondere Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Wann und wie oft umtopfen?

Im Frühjahr bei Durchwurzelung umtopfen; den neuen Topf nur 2–4 cm größer wählen.

Ist Aglaonema giftig für Haustiere?

Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.

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