Zimmerpflanzen1x1

Bromelie

Ananas

Ananas comosus

Die Ananas (Ananas comosus) ist eine Bromelie mit rosettenförmigem Wuchs, oft farbigen Hochblättern und unterschiedlicher Größe (ca. 30 cm bis 3 m). Sie bevorzugt helles, indirektes Licht, warme Temperaturen und mittlere bis hohe Luftfeuchte; Pflegeaufwand ist mittel. Vermehrung erfolgt nach der Blüte über Kindel. Pflanze nicht verzehren — reizend bis giftig für Mensch und Tier.

Mittlerer Pflegeaufwand
Foto von Ananas (Ananas comosus).

Ananas (Ananas comosus) | Foto: After Manuel Blanco Ramos / Wikimedia Commons / Public domain

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Mittel
Licht
Sonnig
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Mittel (ca. 30–100 cm)
Wuchsform
Rosette

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller, warmer Platz am Fenster; an direkte Sonne langsam gewöhnen.

Licht

Viel Licht und zeitweise direkte Sonne fördern kräftiges Wachstum.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C sind günstig; vor Kälte und Zugluft schützen.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; regelmäßiges Besprühen ist nicht nötig.

Gießen

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Substrat & Topf

Luftiges, durchlässiges Bromelien- oder Orchideensubstrat.

Pflegeaufwand

Mittlerer Pflegeaufwand

Düngen

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • du einen sonnigen Platz hast, etwa am Süd- oder Westfenster

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz eher dunkel oder weit vom Fenster entfernt ist
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:Bromelien

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Rosettenpflanze, teils epiphytisch; bildet häufig farbige Hochblätter.
  • Herkunft: Tropisches Südamerika, vermutlich ursprünglich im Gebiet des heutigen Brasilien und Paraguay.
  • Temperatur: braucht dauerhaft Wärme (nicht unter etwa 16 °C)
  • Aufstellort: Regal oder Tisch
  • Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
  • Vermehren: Ableger oder Kindel
  • Überwintern: Hell und warm bei etwa 18 bis 22 °C halten, mäßig gießen und Staunässe vermeiden.
  • Auch bekannt als: Ananas; Handels- und Sortennamen können abweichen; Synonym: Ananas sativus

Ananas im Überblick

Die Ananas (Ananas comosus) gehört zur Familie der Bromeliaceae und wächst als Rosettenpflanze, teils epiphytisch. In Zimmerkultur variieren Höhe und Erscheinungsbild je nach Art und Sorte stark — von kompakter Zierananas bis zu größeren Exemplaren. Viele Kultursorten bilden auffällige, farbige Hochblätter. Pflegeaufwand ist mittel; bei gleichmäßigen Bedingungen entwickeln sich Form und Blattfarbe am besten.

Standort

Die Ananas stammt aus dem tropischen Südamerika und wächst als kräftige Blattrosette mit langen, schmalen, teils stacheligen Blättern. Stelle sie sehr hell auf, zum Beispiel an ein sonniges Fenster. Gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne, damit die Blätter keinen Sonnenbrand bekommen. Ein warmer Platz ohne kalte Zugluft ist günstig; normale Raumluft reicht aus.

Substrat und Topf

Ein lockeres, luftdurchlässiges und zugleich leicht feuchtigkeitsspeicherndes Substrat passt zur Ananas, deren Wurzeln Staunässe schlecht vertragen. Ein Topf mit Abzugslöchern ist wichtig, damit überschüssiges Wasser frei ablaufen kann. Ein standfester, nicht übergroßer Topf genügt, denn die Pflanze bildet eine aufrechte Blattrosette und braucht keinen großen Wurzelraum. Wasser sollte nicht im Übertopf stehen bleiben.

Richtig pflegen

Gießen

Prüfe vor dem Gießen die obere Erdschicht und gieße, wenn sie abgetrocknet ist. Der Wurzelballen sollte nicht dauerhaft austrocknen, aber überschüssiges Wasser muss gut ablaufen können. Anhaltend nasse Erde verträgt die Ananas schlecht und kann die Wurzeln schädigen. Gieße vor allem das Substrat und lass kein Wasser dauerhaft in der Blattrosette stehen.

Düngen

Während des hellen, warmen Wachstums von Frühjahr bis Sommer kannst du sparsam düngen. Im Winter und bei deutlich verlangsamtem Wachstum braucht die Ananas keine oder nur sehr wenig zusätzliche Nährstoffe.

Umtopfen

Im Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen, besonders wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Topf instabil wird. Wähle nur einen wenig größeren Topf mit Abzugslöchern, denn die Wurzeln der Ananas brauchen keinen übermäßigen Raum und reagieren empfindlich auf Nässe.

Schneiden und Blattpflege

Ein regelmäßiger Formschnitt ist bei der Ananas nicht nötig; gesunde Blätter solltest du nicht kürzen. Trockene oder beschädigte Blätter kannst du nahe am Ansatz mit einem sauberen Werkzeug entfernen. Nach der Fruchtbildung lässt die Mutterrosette allmählich nach und bildet häufig Kindel, die du weiterwachsen lassen kannst.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr beginnt mit zunehmender Helligkeit das kräftigere Wachstum; dann darf die Ananas an einen sehr hellen Platz mit zeitweiser direkter Sonne. Im Sommer hältst du die Erde mäßig feucht und lässt überschüssiges Wasser ablaufen. Im Winter wächst die Pflanze langsamer, daher gießt du zurückhaltender und sorgst weiterhin für viel Licht. Ganzjährig braucht sie Wärme und sollte nicht unter etwa 16 °C stehen.

Vermehren

Die Ananas lässt sich über Kindel vermehren, die sich häufig an der Basis der Mutterpflanze nach der Fruchtbildung entwickeln. Am besten wartest du bis zum Frühjahr oder Sommer und lässt die Kindel zunächst kräftig genug werden, um eigenständig weiterzuwachsen. Trenne ein gut entwickeltes Kindel vorsichtig nahe am Ansatz ab und setze es in einen kleinen Topf mit luftdurchlässigem Substrat. Halte es warm, hell und leicht feucht, ohne Staunässe zuzulassen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Zu wenig Licht

    • Symptom: Die Blätter werden schlaff und die Rosette wächst nur schwach.
    • Ursache: Ein zu dunkler Standort reicht dem hohen Lichtbedarf der Ananas nicht aus.
    • Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze an einen sehr hellen Platz und gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne.
  2. Kalte Überwinterung

    • Symptom: Das Wachstum stockt und die Pflanze wirkt geschwächt.
    • Ursache: Temperaturen unter etwa 16 °C sind für die wärmeliebende Ananas zu niedrig.
    • Gegenmaßnahme: Halte die Pflanze ganzjährig warm und rücke sie von kalten Fenstern oder Zugluft ab.
  3. Staunässe im Topf

    • Symptom: Blätter verlieren an Festigkeit und die Wurzeln können faulen.
    • Ursache: Verdichtetes Substrat oder stehendes Wasser hält die Wurzeln dauerhaft nass.
    • Gegenmaßnahme: Verwende einen Topf mit Abzugslöchern, lasse Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Ananas gießen?

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Welches Licht braucht die Ananas?

Viel Licht und zeitweise direkte Sonne fördern kräftiges Wachstum.

Wann und wie wird gedüngt?

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit einem Grünpflanzendünger. Generell zurückhaltend dosieren, damit die Pflanze nicht überversorgt wird.

Wie vermehrt man Ananas am einfachsten?

Ja, über Kindel an der Basis; trenne ein gut entwickeltes Kindel ab und pflanze es separat ein.

Ist die Ananas gefährlich für meine Katze oder meinen Hund?

Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.

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