Zimmerpflanzen1x1

Palme

Bergpalme

Chamaedorea elegans

Die Bergpalme (Chamaedorea elegans) ist eine kompakte Zimmerpalme mit gefiederten Wedeln, die in hellen bis halbschattigen, warmen Räumen am besten gedeiht. Gieße erst, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist, vermeide Staunässe und sorge für mittlere bis hohe Luftfeuchte. Bei Kindern und Haustieren ist Vorsicht geboten, da Pflanzensaft reizend sein kann.

Pflegeleicht
Foto von Bergpalme (Chamaedorea elegans).

Bergpalme (Chamaedorea elegans) | Foto: Tequila 13:54, 24 June 2007 (UTC) / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Licht
Halbschattig, schattenverträglich
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Mittel (ca. 30–100 cm)
Wuchsform
Aufrecht

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Halbschattiger bis heller Platz mit indirektem Licht und ohne pralle Sonne.

Licht

Helles, indirektes Licht ist ideal; auch Halbschatten wird vertragen.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C sind passend; vor Kälte und Zugluft schützen.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; eine höhere Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Gießen

Gieße mäßig und halte die Erde leicht feucht, ohne Staunässe entstehen zu lassen.

Substrat & Topf

Locker, humos und strukturstabil, zum Beispiel Zimmerpflanzenerde mit Rinde und Perlit.

Pflegeaufwand

Pflegeleicht

Düngen

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz halbschattig ist, ohne direkte Sonne
  • dein Platz wenig Licht bekommt, etwa abseits vom Fenster
  • du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist

Weniger geeignet, wenn …

  • die Pflanze am Südfenster in der prallen Sonne stehen müsste
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:PflegeleichtWenig LichtHalbschattigPalmen

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Palme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln.
  • Herkunft: Feuchte Wälder Südostmexikos und Guatemalas, dort im schattigen Unterwuchs.
  • Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
  • Aufstellort: Regal oder Tisch, Boden
  • Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
  • Vermehren: Samen, Teilung
  • Überwintern: Bei etwa 16 bis 20 °C hell bis halbschattig halten und mäßig gießen, ohne den Wurzelballen austrocknen zu lassen.
  • Auch bekannt als: Bergpalme; Handels- und Sortennamen können abweichen.

Bergpalme im Überblick

Die Bergpalme (Chamaedorea elegans) ist eine typische Zimmerpalme aus der Familie Arecaceae. In Innenräumen bleibt sie meist kompakt und erreicht je nach Art rund 1 bis 3 Meter. Das Wachstum ist bei ausreichend Wärme, Licht und Nährstoffen mittel bis schnell. Sie gilt als mittel anspruchsvoll: Gleichmäßige Bedingungen fördern gesundes Wachstum, stärkere Schwankungen führen dagegen schnell zu Blattproblemen.

Standort

Die Bergpalme stammt aus den feuchten Wäldern Mittelamerikas und wächst dort geschützt im Unterwuchs. Stelle sie an einen halbschattigen bis hellen Platz mit indirektem Licht; auch weniger Licht verträgt sie, wächst dann aber langsamer. Pralle Sonne kann die feinen Fiederblättchen schädigen. Normale Raumluft ist ausreichend, und ein Platz ohne kalte Zugluft bekommt ihr gut.

Substrat und Topf

Ein lockeres, humusreiches und zugleich durchlässiges Substrat eignet sich für die feinen Wurzeln der Bergpalme. Es sollte Wasser speichern, ohne dauerhaft nass zu bleiben. Ein Topf mit Abzugslöchern verhindert Staunässe; überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer solltest du entfernen. Eine Drainageschicht ersetzt dabei keine Abzugslöcher.

Richtig pflegen

Gießen

Prüfe die Erde regelmäßig und gieße, wenn die Oberfläche leicht abgetrocknet ist. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, zugleich verträgt die Bergpalme keine dauerhaft nasse Erde. Gieße überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer ab, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Bei weniger Licht und kühleren Bedingungen trocknet die Erde langsamer ab.

Düngen

Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer versorgst du die Bergpalme zurückhaltend mit Dünger. Bei langsamem Wachstum im Winter setzt du die Düngung aus oder reduzierst sie deutlich, damit sich keine überschüssigen Nährstoffe im Substrat ansammeln.

Umtopfen

Im Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen, wenn Wurzeln den Topf stark durchwachsen oder aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle nur einen wenig größeren Topf, denn zu viel ungenutztes Substrat bleibt leicht zu lange feucht. Behandle den feinen Wurzelballen vorsichtig und lockere ihn möglichst wenig.

Schneiden und Blattpflege

Schneide vollständig braune oder abgestorbene Wedel sauber nahe am Ansatz ab, ohne den Stamm zu verletzen. Grüne Wedel solltest du stehen lassen, da die aufrechte Bergpalme über sie Nährstoffe bildet und sich einzelne Blattspitzen nicht erneut begrünen. Eine Stütze ist bei gesundem, aufrechtem Wuchs normalerweise nicht nötig; Staub kannst du vorsichtig von den Blättern wischen.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr und Sommer wächst die Bergpalme am stärksten und steht gern hell bis halbschattig ohne direkte Sonne. Gieße dann so, dass das Substrat leicht feucht bleibt, und lasse überschüssiges Wasser ablaufen. Im Winter verlangsamt sich das Wachstum; passe die Wassermenge entsprechend an und dünge deutlich weniger oder gar nicht. Normale Zimmertemperatur und ein Platz ohne kalte Zugluft unterstützen sie ganzjährig.

Vermehren

Die Vermehrung gelingt am zuverlässigsten über Samen, am besten im Frühjahr. Säe die Samen in ein leicht feuchtes, lockeres Substrat und stelle sie warm und hell, aber ohne direkte Sonne. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht und vermeide Staunässe; bis zur Keimung kann längere Zeit vergehen. Eine Teilung kommt nur bei einem ausreichend großen, mehrtriebigen Wurzelballen infrage und sollte behutsam erfolgen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Direkte Sonne

    • Symptom: Die Wedel bekommen blasse oder braune, trockene Stellen.
    • Ursache: Direkte Sonneneinstrahlung kann die Blätter der schattenverträglichen Bergpalme schädigen.
    • Gegenmaßnahme: Stelle die Palme hell bis halbschattig und vor direkter Sonne geschützt auf.
  2. Staunässe

    • Symptom: Blätter vergilben, und die Pflanze wirkt trotz feuchter Erde schlapp.
    • Ursache: Stehendes Wasser verdrängt Luft im Wurzelbereich und kann die feinen Wurzeln schädigen.
    • Gegenmaßnahme: Lasse überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die Oberfläche des Substrats leicht abgetrocknet ist.
  3. Zu wenig Licht

    • Symptom: Die Bergpalme wächst nur langsam und bildet schwache, lange Wedel.
    • Ursache: Auch eine schattenverträgliche Palme benötigt ausreichend helles, indirektes Licht für kräftiges Wachstum.
    • Gegenmaßnahme: Rücke sie an einen helleren Platz ohne direkte Sonne.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Bergpalme gießen?

Gieße mäßig und halte die Erde leicht feucht, ohne Staunässe entstehen zu lassen.

Braucht die Bergpalme viel Licht?

Helles, indirektes Licht ist ideal; auch Halbschatten wird vertragen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen?

Umtopfe im Frühjahr, wenn die Pflanze durchwurzelt ist; den neuen Topf nur 2–4 cm größer wählen.

Wie erhöhe ich die Luftfeuchtigkeit für die Palme?

Normale Raumluft genügt der Bergpalme. Regelmäßiges Besprühen ist nicht erforderlich.

Wie kann ich die Bergpalme vermehren?

Ja, am zuverlässigsten gelingt die Vermehrung über Samen; die Keimung kann längere Zeit dauern.

Suche

Tipp: Mit / oder ⌘K öffnest du die Suche von überall.