Zimmerpflanzen1x1

Kaktus

Cereus

Cereus uruguayanus

Cereus (Cereus uruguayanus) ist ein langsam wachsender Kaktus aus der Familie Cactaceae, der sehr viel Licht und ein durchlässiges, mineralisches Substrat braucht. Gießen nur nach vollständigem Abtrocknen, im Winter nur sehr sparsam; im Sommer sonnig, frostfrei auch regengeschützt im Freien. Schnitt und Vermehrung sind möglich, Pflegeaufwand: leicht bis mittel.

Pflegeleicht
Foto von Cereus (Cereus uruguayanus).

Cereus (Cereus uruguayanus) | Foto: Lijealso / Wikimedia Commons / CC BY 3.0

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Licht
Sonnig
Wasserbedarf
Wenig
Luftfeuchtigkeit
Niedrig
Größe
Groß (über 1 m)
Wuchsform
Aufrecht

Haustiere: Für Haustiere nicht bewertet. Das bedeutet nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller, sonniger Platz mit ausreichend Raum für die aufrecht wachsenden Triebe.

Licht

Sehr heller, sonniger Platz mit zeitweise direkter Sonne; nach Schatten langsam an Sonne gewöhnen.

Temperatur

Etwa 18 bis 28 °C während des Wachstums; im Winter ist ein kühlerer Platz möglich.

Luftfeuchtigkeit

Trockene Zimmerluft ist unproblematisch.

Gießen

Gieße sparsam, sobald das Substrat gut abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser vollständig ablaufen.

Substrat & Topf

Sehr mineralisch, locker und schnell abtrocknend.

Pflegeaufwand

Pflegeleicht

Düngen

Von April bis August niedrig dosierten Kakteendünger alle 4–6 Wochen.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • du einen sonnigen Platz hast, etwa am Süd- oder Westfenster
  • du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist
  • du gelegentlich das Gießen vergisst
  • Heizungsluft und trockene Räume kein Problem sind

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz eher dunkel oder weit vom Fenster entfernt ist
  • du gern häufig gießt
  • du nur eine kleine Fensterbank frei hast

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:PflegeleichtGroßWenig Wasser

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Sukkulente Sprosspflanze, häufig bedornt.
  • Herkunft: Südamerika, vor allem Uruguay und angrenzende Gebiete Brasiliens und Argentiniens.
  • Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
  • Aufstellort: Boden
  • Topfgröße: Knapp bemessen; beim Umtopfen nur wenig größer wählen.
  • Vermehren: Stecklinge, Samen
  • Überwintern: Hell und kühl bei etwa 8 bis 12 °C überwintern und nur sehr sparsam gießen, sodass das Substrat fast trocken bleibt.
  • Auch bekannt als: Cereus; Handels- und Sortennamen können abweichen; Cereus hildmannianus

Cereus im Überblick

Cereus (bot. Cereus uruguayanus) gehört zur Familie der Cactaceae und umfasst sukkulente, häufig bedornte Sprosspflanzen. Die Wuchshöhe variiert stark: Je nach Art können die Pflanzen nur wenige Zentimeter oder mehrere Meter erreichen. Das Wachstum ist meist langsam. Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel — entscheidend sind sehr helle Lichtverhältnisse und zurückhaltendes Gießen.

Standort

Cereus uruguayanus ist ein aufrecht wachsender, säulenförmiger Kaktus aus Südamerika und braucht einen sehr hellen, sonnigen Platz. Mehrere Stunden direkte Sonne sind günstig; nach einer lichtarmen Zeit gewöhnst du ihn schrittweise daran, damit die Triebe keinen Sonnenbrand bekommen. Ein Platz am Südfenster passt, sofern die Pflanze dort ausreichend Raum hat und nicht ständig berührt wird. Trockene Zimmerluft ist unproblematisch.

Substrat und Topf

Ein sehr durchlässiges, eher mineralisches Substrat verhindert, dass Wasser an den Wurzeln stehen bleibt. Ein stabiler, schwerer Topf mit Abzugslöchern gibt dem hoch wachsenden Cereus sicheren Halt; eine Drainageschicht ersetzt dabei keine durchlässige Erde. Unglasierte Töpfe trocknen schneller aus, deshalb solltest du das Substrat und nicht nur die Oberfläche vor dem Gießen prüfen.

Richtig pflegen

Gießen

Als sukkulenter Säulenkaktus speichert Cereus uruguayanus Wasser in seinen kräftigen, gerippten Trieben und braucht deshalb nur sparsame Wassergaben. Gieße erst, wenn das Substrat auch im Topfinneren gut abgetrocknet ist, und gib dann so viel Wasser, dass der Ballen durchfeuchtet wird. Überschüssiges Wasser muss ablaufen; dauerhaft nasse Erde verträgt er schlecht und kann Wurzelfäule fördern. In der dunklen, kühleren Jahreszeit braucht er besonders wenig Wasser.

Düngen

Während des aktiven Wachstums im Frühjahr und Sommer kannst du sparsam düngen. Im Herbst und während der kühlen Winterruhe bleibt die Düngung aus, da der Cereus dann kaum wächst und Nährstoffe nicht gut nutzt.

Umtopfen

Topfe im Frühjahr um, wenn der Wurzelballen den Topf ausfüllt oder das Substrat stark verdichtet ist. Wähle nur einen etwas größeren, standsicheren Topf mit Abzugslöchern und behandle den Wurzelballen vorsichtig, damit die Wurzeln möglichst wenig beschädigt werden.

Schneiden und Blattpflege

Der säulenförmige, aufrechte Wuchs braucht normalerweise keinen regelmäßigen Rückschnitt. Entferne beschädigte oder kranke Triebe mit einem sauberen Schnitt; die Schnittstelle muss vor erneutem Gießen gut abtrocknen. Bei wenig Licht kann der Cereus schief oder dünn wachsen, daher hilft ein deutlich hellerer Standort mehr als ein Formschnitt.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr beginnt die Wachstumszeit; gewöhne den Cereus nach der Winterruhe schrittweise an direkte Sonne und gieße erst, wenn das Substrat gut abgetrocknet ist. Im Sommer steht er möglichst sonnig und erhält bei trockenem Substrat Wasser. Ab Herbst reduzierst du das Gießen deutlich. Im Winter bleibt er hell und kühl bei mindestens etwa 10 °C; während dieser Ruhezeit braucht er nur sehr wenig Wasser.

Vermehren

Am einfachsten gelingt die Vermehrung über Stecklinge, die du im Frühjahr oder Sommer von einem gesunden Trieb schneidest. Lass die Schnittfläche zunächst an einem trockenen, schattigen Platz abtrocknen und pflanze den Steckling anschließend in durchlässiges Substrat. Gieße zunächst sehr sparsam, bis sich Wurzeln gebildet haben. Auch eine Aussaat ist möglich, benötigt aber mehr Geduld und gleichmäßig passende Bedingungen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Zu häufiges Gießen

    • Symptom: Der Trieb wird weich oder zeigt dunkle, faulige Stellen.
    • Ursache: Anhaltend feuchtes Substrat lässt die Wurzeln und den Pflanzenkörper faulen.
    • Gegenmaßnahme: Lass das Substrat zwischen den Wassergaben gut abtrocknen und entferne überschüssiges Wasser aus dem Übertopf.
  2. Zu wenig Licht

    • Symptom: Der Cereus wächst dünn, blass oder deutlich schief.
    • Ursache: Ein zu dunkler Standort reicht für den lichtbedürftigen, aufrechten Kaktus nicht aus.
    • Gegenmaßnahme: Stelle ihn an einen sehr hellen, sonnigen Platz und gewöhne ihn schrittweise an direkte Sonne.
  3. Wasser während der Winterruhe

    • Symptom: Im Winter entstehen weiche oder dunkle Stellen am Trieb.
    • Ursache: Kühle Bedingungen und zu viel Wasser begünstigen Fäulnis, während der Cereus kaum wächst.
    • Gegenmaßnahme: Überwintere ihn hell und kühl bei mindestens etwa 10 °C und gieße in dieser Zeit nur sehr wenig.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Meist ungiftig, aber Dornen und Pflanzensaft können verletzen oder reizen. Für Katzen und Hunde liegt uns keine belastbare Einstufung vor. Das heißt nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist: Stelle sie vorsorglich so auf, dass Haustiere sie nicht anknabbern können. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie oft muss ein Cereus gegossen werden?

Gieße nur nach vollständigem Abtrocknen des Substrats; in der Wachstumszeit häufiger, im Winter sehr sparsam bis fast trocken.

Kann ich meinen Cereus im Sommer nach draußen stellen?

Ja — bei frostfreiem Wetter und regengeschütztem Standort; an direkte Sonne langsam gewöhnen, um Sonnenbrand zu vermeiden.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?

Im Frühjahr, wenn die Pflanze durchwurzelt ist oder der Topf zu klein geworden ist; nach dem Umtopfen einige Tage mit dem Gießen warten.

Wie vermehre ich Cereus am einfachsten?

Ja, am einfachsten über Stecklinge: Die Schnittfläche erst abtrocknen lassen und den Trieb dann in durchlässiges Substrat setzen.

Woran erkenne ich Überwässerung?

Symptome sind weiche, verfärbte Stellen an Wurzel oder Stamm, abfallendes Wachstum oder fauliger Geruch; prüfe Substrat und Drainage und reduziere die Wassergaben.

Suche

Tipp: Mit / oder ⌘K öffnest du die Suche von überall.