Sukkulente
Fetthenne
Sedum acre
Die Fetthenne (Sedum acre) ist eine sukkulente Blatt- oder Sprosspflanze aus der Familie der Crassulaceae, sehr lichtbedürftig und mit geringem Wasserbedarf. Gieße kräftig, dann vollständig abtrocknen lassen; im Winter deutlich seltener. Nutze ein mineralisches, sehr durchlässiges Substrat und einen nur wenig größeren, gut drainierenden Topf. Arten können reizend oder ungeeignet zum Verzehr sein.

Fetthenne (Sedum acre) | Foto: Thomas Bresson / Wikimedia Commons / CC BY 3.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Pflegeleicht
- Licht
- Sonnig
- Wasserbedarf
- Wenig
- Luftfeuchtigkeit
- Niedrig
- Größe
- Klein (bis ca. 30 cm)
- Wuchsform
- Hängend
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Ein sehr heller, sonniger Platz am Fenster; im Sommer gern draußen an einem trockenen, luftigen Standort.
Licht
Viel Licht und mehrere Stunden direkte Sonne fördern den dichten, kompakten Wuchs.
Temperatur
Etwa 5 bis 25 °C; kühlere Bedingungen verträgt die winterharte Art ebenfalls.
Luftfeuchtigkeit
Trockene Raumluft ist unproblematisch; hohe Luftfeuchtigkeit braucht die Pflanze nicht.
Gießen
Gieße erst, wenn das Substrat gut abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser ablaufen.
Substrat & Topf
Sehr durchlässiges, mineralbetontes Substrat mit geringem Humusanteil.
Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Düngen
Von April bis August schwach dosiert alle 4–6 Wochen.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- du einen sonnigen Platz hast, etwa am Süd- oder Westfenster
- du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist
- du gelegentlich das Gießen vergisst
- Heizungsluft und trockene Räume kein Problem sind
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz eher dunkel oder weit vom Fenster entfernt ist
- du gern häufig gießt
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
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Gut zu wissen
- Wuchsform: Wasserspeichernde Blatt- oder Sprosspflanze.
- Herkunft: Europa, Nordafrika und Westasien; wächst an trockenen, felsigen Standorten.
- Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
- Aufstellort: Fensterbank, Regal oder Tisch, Hängeampel
- Topfgröße: Nur wenig größer als der Wurzelballen; flache Töpfe für flach wurzelnde Arten.
- Vermehren: Stecklinge
- Überwintern: Hell und kühl bei etwa 5 bis 12 °C überwintern und nur sparsam gießen, das Substrat weitgehend trocken halten.
- Auch bekannt als: Fetthenne; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Fetthenne im Überblick
Die Fetthenne (Sedum acre) gehört zu den Crassulaceae und ist eine sukkulente Blatt- oder Sprosspflanze, die Wasser in Blättern oder Sprossen speichert. In Zimmerkultur variiert die Größe stark – von bodendeckenden, wenigen Zentimetern bis zu größeren Formen, je nach Art. Wachstum ist meist langsam bis mittel; die Pflege reicht von leicht bis mittelschwer, da der häufigste Fehler zu feuchtes Substrat ist. Handels- oder Sortennamen sind nicht überregional etabliert; die genaue Herkunft und Eigenschaften können artabhängig sein.
Standort
Sedum acre stammt aus Europa und wächst natürlicherweise an sonnigen, trockenen Stellen wie Felsen und Mauern. Am Fenster braucht es sehr viel Licht und sollte mehrere Stunden direkte Sonne erhalten; bei zu wenig Licht wird der kompakte, kriechende Wuchs locker. Als kleine, polsterbildende Pflanze kann es über Topfränder wachsen, steht aber auch im Sommer gern draußen an einem luftigen, gut drainierten Platz. Trockene Raumluft ist unproblematisch.
Substrat und Topf
Ein lockeres, überwiegend mineralisches Substrat lässt Wasser rasch ablaufen und hält die Wurzeln der Fetthenne luftig. Eine eher flache, breite Schale passt zum niedrigen, kriechenden Wuchs und bietet den Trieben Platz, über den Topfrand zu wachsen. Wichtig sind Abzugslöcher und eine freie Drainage, denn anhaltende Nässe verträgt Sedum acre schlecht.
Richtig pflegen
Gießen
Die fleischigen Blätter speichern Wasser, deshalb gießt du erst, wenn das Substrat auch im unteren Bereich gut abgetrocknet ist. Durchdringendes Gießen ist sinnvoll, sofern überschüssiges Wasser sofort ablaufen kann; Staunässe verträgt Sedum acre schlecht und kann die Wurzeln schädigen. Bei kühler Überwinterung braucht es deutlich weniger Wasser, während du bei Wärme und kräftigem Wachstum den Topf häufiger kontrollierst.
Düngen
Während des aktiven Wachstums im Frühjahr und Sommer genügt eine sparsame Nährstoffversorgung, da Sedum acre an magere Standorte angepasst ist. Im Winter wird nicht gedüngt; zu viele Nährstoffe fördern weiche, weniger kompakte Triebe.
Umtopfen
Umtopfen ist sinnvoll, wenn die Triebe den Topf dicht überwachsen, Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder das Substrat kaum noch abtrocknet. Wähle einen nur wenig größeren, eher flachen Topf und behandle das feine Wurzelwerk vorsichtig.
Schneiden und Blattpflege
Zu lange oder lückig gewordene Triebe kannst du zurückschneiden, damit die Pflanze kompakter wächst und den Topf gleichmäßiger bedeckt. Entferne abgestorbene Pflanzenteile, besonders wenn sie im dichten Wuchs Feuchtigkeit festhalten. Eine Stütze ist bei der niedrigen, kriechenden Fetthenne normalerweise nicht nötig.
Jahresrhythmus
Im Frühjahr beginnt Sedum acre mit kräftigerem Wachstum; ein heller, sonniger Platz unterstützt den kompakten Wuchs. Im Sommer darf die Pflanze zeitweise direkte Sonne erhalten, gegossen wird erst, wenn das Substrat gut abgetrocknet ist. Im Herbst und Winter nimmt der Wasserbedarf ab, daher gießt du deutlich sparsamer. Überwintere die Fetthenne hell und kühl bei etwa 10 °C oder etwas darüber.
Vermehren
Stecklinge sind die passende Methode, um Sedum acre zu vermehren; am besten gelingt das während der Wachstumszeit im Frühjahr oder Sommer. Schneide einen gesunden Triebabschnitt ab und lasse die Schnittstelle kurz antrocknen. Lege oder stecke den Abschnitt anschließend in ein gut drainierendes, nur leicht feuchtes Substrat. Bis sich Wurzeln gebildet haben, bleibt der Steckling hell und wird vorsichtig gegossen, ohne dass das Substrat nass bleibt.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Zu häufiges Gießen
- Symptom: Triebe werden weich oder verfärben sich, und die Pflanze verliert an Festigkeit.
- Ursache: Das Substrat bleibt zu lange nass und die Wurzeln bekommen zu wenig Luft.
- Gegenmaßnahme: Lass das Substrat zwischen den Wassergaben gut abtrocknen und entferne Wasser aus dem Übertopf.
-
Zu wenig Licht
- Symptom: Die Triebe werden lang, dünn und verlieren ihren kompakten Wuchs.
- Ursache: Ein schattiger Standort reicht dem lichtbedürftigen Sedum acre nicht aus.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Fetthenne an einen sehr hellen, sonnigen Platz und gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne.
-
Zu nährstoffreiches Substrat
- Symptom: Die Triebe wachsen weich und locker statt niedrig und kompakt.
- Ursache: Zu viele Nährstoffe fördern bei dieser an magere Standorte angepassten Art übermäßiges Wachstum.
- Gegenmaßnahme: Verwende ein mageres, gut drainierendes Substrat und dünge während des Wachstums nur zurückhaltend.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Verzehr vermeiden und Pflanzensaft nicht an Schleimhäute bringen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich Fetthenne gießen?
Gieße erst, wenn das Substrat gut abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser ablaufen.
Braucht die Fetthenne direkte Sonne?
Viel Licht und mehrere Stunden direkte Sonne fördern den dichten, kompakten Wuchs.
Wann sollte ich umtopfen?
Im Frühjahr, wenn der Topf durchwurzelt ist oder das Substrat verbraucht wirkt. Verwende nur einen etwas größeren Topf und frisches, sehr durchlässiges Substrat.
Wie überwintere ich Fetthenne am besten?
Hell, deutlich trockener und je nach Art kühl bis zimmerwarm überwintern, aber frostfrei. Reduziere Wasser deutlich während der Ruhephase.
Wie kann ich Fetthenne vermehren?
Ja, Sedum acre lässt sich während der Wachstumszeit über Stecklinge vermehren.
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