Feige
Ficus
Ficus maclellandii
Der Ficus (Ficus maclellandii) ist eine vielseitige Zier-Feige mit artabhängigem Wuchs — aufrecht, buschig oder rankend. Pflege ist im mittleren Bereich: hell bis halbschattig stellen, starke Mittagssonne vermeiden. Strukturstabiles, durchlässiges Substrat verwenden, mäßig gießen und Staunässe verhindern. Im Frühjahr bei Bedarf in einen um 2–4 cm größeren Topf umsetzen. Giftigkeit: artabhängig — Vorsicht bei Kindern und Haustieren.

Ficus (Ficus maclellandii) | Foto: Photo by David J. Stang / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Mittel
- Licht
- Hell, indirekt
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Mittel
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller Platz mit indirektem Licht, geschützt vor Zugluft und abrupten Standortwechseln.
Licht
Helles, indirektes Licht; direkte Mittagssonne und dunkle Plätze vermeiden.
Temperatur
Etwa 18 bis 25 °C sind passend; Zugluft und starke Temperaturschwankungen vermeiden.
Luftfeuchtigkeit
Normale Raumluft genügt.
Gießen
Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und lass überschüssiges Wasser ablaufen.
Substrat & Topf
Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.
Pflegeaufwand
Mittlerer Pflegeaufwand
Düngen
Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Aufrecht wachsender, meist schlankstämmiger Baum mit schmalen Blättern.
- Herkunft: Süd- und Südostasien; wächst dort als immergrüner Baum.
- Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
- Vermehren: Stecklinge
- Überwintern: Hell bei etwa 16 bis 20 °C halten und mäßig gießen, sodass die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben antrocknet.
- Auch bekannt als: Ficus; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Ficus im Überblick
Der hier beschriebene Ficus (Ficus maclellandii) gehört zur Familie der Moraceae und wird als Zier-Feige in Innenräumen gehalten. Handels- und Sortennamen können abweichen; überregional etablierte Sortenbezeichnungen sind nicht dokumentiert. Herkunft und genaue Wuchsmerkmale sind artabhängig: Pflanzen dieser Gruppe können aufrecht, buschig, rankend oder rosettig wachsen. Wuchshöhe, maximale Größe und Wachstumsgeschwindigkeit variieren je nach Art, Lichtverhältnissen und Kultur — allgemein sind viele Formen langsam bis mittelwüchsig. Der Pflegeaufwand wird als mittel eingestuft; Standort und Pflege sollten an die jeweilige Art angepasst werden.
Standort
Ficus maclellandii wächst aufrecht und entwickelt einen baumartigen Wuchs mit langen, schmalen Blättern. Ein heller Platz mit indirektem Licht unterstützt gesundes Wachstum; an dunklen Standorten kann die Pflanze Blätter verlieren. Direkte Mittagssonne solltest du vermeiden, sanfte Morgen- oder Abendsonne wird meist vertragen. Normale Raumluft reicht aus. Schütze den Ficus vor Zugluft und häufigen Standortwechseln, auf die er mit Blattfall reagieren kann.
Substrat und Topf
Ein lockeres, strukturstabiles Substrat lässt Wasser ablaufen und versorgt die Wurzeln zugleich gleichmäßig mit Feuchtigkeit. Eine gute Durchlüftung ist wichtig, denn dauerhaft nasse Erde verträgt Ficus maclellandii schlecht. Ein Topf mit Abzugslöchern verhindert, dass sich überschüssiges Wasser im Wurzelbereich sammelt. Eine Drainageschicht kann den Wasserabfluss unterstützen, ersetzt aber keine Abzugslöcher.
Richtig pflegen
Gießen
Prüfe vor dem Gießen die obere Erdschicht und wässere, wenn sie abgetrocknet ist. Durchdringendes Gießen ist sinnvoll, solange überschüssiges Wasser anschließend ablaufen kann. Der Ficus verträgt weder dauerhaft nasse Erde noch ein vollständiges Austrocknen des Wurzelballens gut. Im Winter und bei geringerem Wachstum braucht er meist weniger Wasser als während der hellen, warmen Wachstumszeit.
Düngen
Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer versorgt eine maßvolle Düngung den aufrechten Ficus mit Nährstoffen für neue Triebe und Blätter. Im Herbst und Winter wächst die Pflanze meist langsamer; dann düngst du deutlich zurückhaltender oder pausierst, besonders bei wenig Licht.
Umtopfen
Das Frühjahr ist ein geeigneter Zeitpunkt zum Umtopfen, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder den Topf dicht ausfüllen. Wähle einen nur wenig größeren Topf mit Abzugslöchern, damit das Substrat nicht unnötig lange nass bleibt. Lockere die Wurzeln vorsichtig und vermeide grobe Verletzungen.
Schneiden und Blattpflege
Zu lange oder ungünstig platzierte Triebe kannst du im Frühjahr oder während der Wachstumszeit einkürzen, um die aufrechte Form zu erhalten. Schneide knapp oberhalb eines Blattansatzes und entferne abgestorbene Blätter direkt. Ein stabiler Stand hilft dem hoch wachsenden Ficus; lose Blätter kannst du mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abwischen.
Jahresrhythmus
Im Frühling beginnt Ficus maclellandii mit zunehmendem Licht meist stärker zu wachsen; dann kannst du das Gießen und die Düngung an den Bedarf anpassen. Im Sommer steht die Pflanze gern hell bei indirektem Licht, und die Erde sollte zwischen den Wassergaben oberflächlich abtrocknen. Im Herbst und Winter sinkt der Wasserbedarf bei geringerem Licht und langsamem Wachstum. Halte die Pflanze bei normaler Zimmertemperatur und vermeide abrupte Standortwechsel.
Vermehren
Stecklinge sind die passende Methode, um Ficus maclellandii selbst zu vermehren. Schneide während der Wachstumszeit einen gesunden Trieb mit mehreren Blattansätzen ab und entferne die unteren Blätter. Setze den Steckling in ein lockeres, leicht feuchtes Substrat und stelle ihn hell, aber ohne direkte Sonne auf. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht, bis sich neue Wurzeln und Austrieb zeigen.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Dauerhaft nasse Erde
- Symptom: Blätter vergilben oder fallen ab.
- Ursache: Zu häufiges Gießen oder fehlender Wasserabzug hält die Wurzeln dauerhaft nass.
- Gegenmaßnahme: Lass die obere Erdschicht abtrocknen und leere überschüssiges Wasser aus dem Übertopf.
-
Zu wenig Licht
- Symptom: Der Ficus wächst spärlich und kann Blätter verlieren.
- Ursache: Ein zu dunkler Standort entspricht nicht seinem Bedarf an hellem, indirektem Licht.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze heller, aber schütze sie vor praller direkter Sonne.
-
Häufige Standortwechsel
- Symptom: Nach dem Umstellen fallen Blätter ab.
- Ursache: Ficus maclellandii kann auf abrupte Veränderungen von Licht und Standort empfindlich reagieren.
- Gegenmaßnahme: Wähle einen hellen Platz und lasse die Pflanze dort möglichst gleichmäßig stehen.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Braucht der Ficus viel Licht?
Helles, indirektes Licht; direkte Mittagssonne und dunkle Plätze vermeiden.
Wie oft muss ich gießen?
Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und lass überschüssiges Wasser ablaufen.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?
Der Frühling ist die günstigste Zeit, besonders wenn die Pflanze durchwurzelt ist. Wähle einen Topf, der nur 2–4 cm größer als der Wurzelballen ist.
Wie kann ich meinen Ficus vermehren?
Ja, über Stecklinge: Schneide während der Wachstumszeit einen gesunden Trieb ab und bewurzele ihn in leicht feuchtem Substrat.
Ist der Ficus giftig für Katzen und Hunde?
Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.
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