Zimmerpflanzen1x1

Zimmerpflanze

Jasmin

Jasminum officinale

Jasmin (Jasminum officinale) ist eine zierliche, oft duftende Zimmerpflanze, deren Wuchsform je nach Art von rankend bis buschig variiert. Hell bis halbschattig aufstellen und vor starker Mittagssonne schützen. Gießen nach Bedarf, durchlässiges Substrat und ein Topf mit Abzugslöchern verwenden; im Winter Wasser und Dünger reduzieren. Giftigkeit ist artabhängig, Verzehr vermeiden.

Mittlerer Pflegeaufwand
Foto von Jasmin (Jasminum officinale).

Jasmin (Jasminum officinale) | Foto: Botanical Magazine / Wikimedia Commons / Public domain

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Mittel
Licht
Hell, indirekt
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Mittel (ca. 30–100 cm)
Wuchsform
Kletternd

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller Platz mit Rankhilfe, an dem die Triebe ausreichend Raum zum Klettern haben.

Licht

Hell und möglichst nahe am Fenster; direkte Sonne langsam an den Standort gewöhnen.

Temperatur

Etwa 15 bis 25 °C; im Winter darf der Platz kühler sein.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; eine höhere Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Gießen

Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Substrat & Topf

Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.

Pflegeaufwand

Mittlerer Pflegeaufwand

Düngen

Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:Hell, indirektKletternd

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Kletternder, windender Strauch mit langen, biegsamen Trieben.
  • Herkunft: Westasien bis zum Himalaya; wächst dort an Hängen und in Gebüschen.
  • Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
  • Aufstellort: Regal oder Tisch, Boden
  • Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
  • Vermehren: Stecklinge
  • Überwintern: Hell und kühl bei etwa 5 bis 10 °C überwintern; sparsam gießen und Staunässe vermeiden.
  • Auch bekannt als: Jasmin; Handels- und Sortennamen können abweichen.

Jasmin im Überblick

Jasmin (Jasminum officinale) gehört zur Familie der Oleaceae und ist als Zierpflanze in verschiedenen Formen erhältlich: aufrecht, buschig, rankend oder rosettig. Herkunft und Details sind artabhängig, daher variieren Größe, Wuchs und Pflegeansprüche. Für Hobbygärtner gilt die Pflanze als mittelschwer in der Pflege: Standort und Maßnahmen sollten an die jeweilige Art angepasst werden.

Standort

Jasminum officinale stammt aus Asien und wächst als kletternder Strauch mit langen Trieben, die eine Rankhilfe benötigen. Stelle ihn an einen hellen Platz, denn bei zu wenig Licht bleiben Wachstum und Blütenbildung oft schwach. An direkte Sonne gewöhnst du die Pflanze schrittweise. Normale Raumluft genügt; während der Wachstumszeit sind Temperaturen von etwa 15 bis 25 °C passend, im Winter kann sie etwas kühler stehen.

Substrat und Topf

Für Jasminum officinale passt ein lockeres, humusreiches Substrat, das Wasser speichert, aber überschüssige Feuchtigkeit zügig ableitet. Eine strukturstabile Erde unterstützt die Wurzeln und verhindert, dass der Ballen nach dem Gießen lange nass bleibt. Wichtig ist ein Topf mit Abzugslöchern und einer freien Drainageöffnung. Ein übermäßig großer Topf ist ungünstig, weil die Erde darin langsamer abtrocknet.

Richtig pflegen

Gießen

Während der Wachstumszeit gießt du mäßig und prüfst zuvor die obere Erdschicht: Ist sie angetrocknet, kannst du erneut gießen. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, zugleich verträgt Jasmin keine dauerhaft nasse Erde. Überschüssiges Wasser im Übertopf oder Untersetzer entfernst du, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Im Winter und bei kühlerem Standplatz braucht die Pflanze meist weniger Wasser.

Düngen

Während des kräftigen Wachstums im Frühling und Sommer kannst du Jasminum officinale maßvoll düngen, damit Triebe und Blüten versorgt sind. Im kühlen Winter wird das Wachstum langsamer; dann setzt du die Düngung aus und nimmst sie erst mit neuem Austrieb wieder auf.

Umtopfen

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, wenn der Jasmin wieder zu wachsen beginnt. Werden Wurzeln am Abzugsloch sichtbar oder trocknet der Ballen ungewöhnlich schnell aus, ist ein Wechsel sinnvoll. Wähle einen nur wenig größeren Topf mit Abzugslöchern und lockere den Wurzelballen vorsichtig, ohne ihn unnötig zu beschädigen.

Schneiden und Blattpflege

Als kletternder Jasmin braucht Jasminum officinale eine Rankhilfe, an der du die langen Triebe locker befestigst. Zu lange oder störende Triebe kannst du nach der Blüte einkürzen; entferne abgestorbene oder beschädigte Teile ebenfalls. Ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr ist möglich, sollte aber nicht regelmäßig nötig sein, wenn die Pflanze geordnet wachsen soll.

Jahresrhythmus

Im Frühling und Sommer wächst Jasminum officinale am besten an einem hellen Platz mit indirektem Licht; halte die Erde gleichmäßig leicht feucht, ohne Staunässe entstehen zu lassen. Während der Wachstumszeit bilden sich neue Triebe und Blüten, daher sollte die Rankhilfe ausreichend Platz bieten. Im Herbst wird das Gießen allmählich reduziert. Überwintere die Pflanze kühl und hell bei etwa 10 °C oder etwas darüber und dünge in dieser Ruhezeit nicht.

Vermehren

Jasminum officinale lässt sich über Stecklinge vermehren, am besten während der warmen Wachstumszeit. Schneide ein gesundes, nicht blühendes Triebstück mit mehreren Blattknoten ab und entferne die unteren Blätter. Stecke den unteren Abschnitt in ein leicht feuchtes, durchlässiges Substrat und stelle den Steckling hell, aber ohne direkte Sonne. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht und lüfte regelmäßig, bis sich neue Wurzeln und Austrieb zeigen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Zu wenig Licht

    • Symptom: Die Triebe werden lang und dünn, und die Blüte bleibt aus.
    • Ursache: Ein zu dunkler Standort reicht dem lichtbedürftigen Kletterjasmin nicht.
    • Gegenmaßnahme: Stelle den Jasmin an einen hellen Platz mit indirektem Licht.
  2. Staunässe im Topf

    • Symptom: Blätter vergilben oder fallen ab, und die Wurzeln können faulen.
    • Ursache: Dauerhaft nasse Erde entsteht durch zu häufiges Gießen oder fehlenden Wasserabzug.
    • Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist.
  3. Zu warme Überwinterung

    • Symptom: Der Jasmin wächst im Winter schwach und bildet später weniger Blüten.
    • Ursache: Ein warmer Winterstandort verhindert die für die Pflanze passende Ruhephase.
    • Gegenmaßnahme: Überwintere den Jasmin kühl und hell bei etwa 10 °C oder etwas darüber.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie viel Licht braucht Jasmin?

Hell und möglichst nahe am Fenster; direkte Sonne langsam an den Standort gewöhnen.

Wie oft sollte ich Jasmin gießen?

Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?

Der geeignete Zeitpunkt ist im Frühjahr, wenn die Pflanze durchwurzelt ist. Wähle nur einen leicht größeren Topf (2–4 cm größer).

Wie überwintere ich Jasmin richtig?

Überwinter frostfrei, hell und mit reduziertem Wasserbedarf. Viele Arten benötigen weniger Dünger und eine Ruhephase.

Woran erkenne ich Schädlinge und was hilft?

Achte auf feines Gespinst, klebrige Rückstände, verfärbte Blätter oder sichtbare Insekten. Befallene Teile entfernen, Pflanze reinigen und gezielt behandeln; trockene Luft begünstigt Schädlinge.

Suche

Tipp: Mit / oder ⌘K öffnest du die Suche von überall.