Zimmerpflanzen1x1

Zimmerpflanze

Lantana

Lantana camara

Lantana (Lantana camara) ist eine mittel anspruchsvolle Zimmerpflanze aus der Familie der Verbenaceae. Die Wuchsform und Größe sind artabhängig; kultivierte Pflanzen können aufrecht, buschig, rankend oder rosettig wachsen. Hell bis halbschattige Plätze mit durchlässigem Substrat, mäßigem Gießen und frostfreier Überwinterung unterstützen eine gesunde Kultur.

Mittlerer Pflegeaufwand
Foto von Lantana (Lantana camara).

Lantana (Lantana camara) | Foto: Joaquim Alves Gaspar / Wikimedia Commons / CC BY 2.5

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Mittel
Licht
Sonnig
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Mittel (ca. 30–100 cm)
Wuchsform
Buschig

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller, sonniger Platz am Fenster, gern mit zeitweiser direkter Sonne.

Licht

Viel Licht und zeitweise direkte Sonne fördern einen kompakten Wuchs und die Blüte.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C sind während des Wachstums passend.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; eine erhöhte Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Gießen

Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Substrat & Topf

Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.

Pflegeaufwand

Mittlerer Pflegeaufwand

Düngen

Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • du einen sonnigen Platz hast, etwa am Süd- oder Westfenster

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz eher dunkel oder weit vom Fenster entfernt ist
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Aufrecht und buschig, stark verzweigt und im Alter teilweise verholzend.
  • Herkunft: Tropisches Amerika, von Mexiko und der Karibik bis ins tropische Südamerika.
  • Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
  • Aufstellort: Regal oder Tisch
  • Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
  • Vermehren: Stecklinge
  • Überwintern: Hell bei etwa 10 bis 15 °C überwintern und nur mäßig gießen, sodass der Wurzelballen nicht austrocknet.
  • Auch bekannt als: Lantana; Handels- und Sortennamen können abweichen.

Lantana im Überblick

Lantana (bot. Lantana camara) gehört zur Familie der Verbenaceae und wird als Zier-Zimmerpflanze kultiviert. Herkunft und genaue Ansprüche sind artabhängig; dementsprechend variieren Wuchsform, Größe und Mindesttemperaturen zwischen den Sorten. Allgemein gilt die Pflanze als mittel anspruchsvoll: Sie braucht einen passenden Standort, ein durchlässiges Substrat und abgestimmte Pflege von Licht, Wasser und Nährstoffen.

Standort

Lantana camara stammt aus den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas und wächst buschig. Stelle sie an einen sehr hellen Platz, an dem sie zeitweise direkte Sonne erhält; zu wenig Licht kann den Wuchs schwächen und die Blütenbildung beeinträchtigen. Während der Wachstumszeit sind etwa 18 bis 25 °C passend. Normale Raumluft genügt, die Pflanze braucht keine besonders hohe Luftfeuchtigkeit.

Substrat und Topf

Für Lantana camara eignet sich ein lockeres, humoses Substrat, das Wasser kurz speichert und überschüssige Feuchte rasch ableitet. Eine strukturstabile, nicht verdichtende Erde unterstützt die feinen Wurzeln und verhindert, dass der Topf lange nass bleibt. Ein Gefäß mit Abzugslöchern ist wichtig; eine Drainageschicht ersetzt diese Öffnungen nicht. Nach dem Gießen sollte kein Wasser im Übertopf stehen.

Richtig pflegen

Gießen

Gieße mäßig und prüfe vor dem Wässern, ob die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Während des Wachstums und der Blüte kann die Lantana mehr Wasser benötigen, doch der Wurzelballen sollte nicht dauerhaft nass bleiben. Überschüssiges Wasser muss aus dem Übertopf oder Untersetzer ablaufen können. Bei weniger Licht oder kühleren Bedingungen trocknet die Erde langsamer ab, daher solltest du dann entsprechend zurückhaltender gießen.

Düngen

Während des Austriebs und der Blüte im Frühjahr und Sommer bekommt die Lantana regelmäßig, aber maßvoll Nährstoffe; eine übermäßige Versorgung fördert weiches Wachstum auf Kosten kompakter Triebe. Im kühlen Winterquartier wird nicht gedüngt, bei weiterhin aktivem Wachstum im Haus höchstens sehr zurückhaltend.

Umtopfen

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, wenn die Pflanze wieder austreibt oder ihre Wurzeln den Topf deutlich durchziehen. Wähle nur ein wenig größeres Gefäß mit Abzugslöchern, denn in übergroßen Töpfen bleibt das Substrat zu lange feucht. Behandle den Wurzelballen vorsichtig und lockere ihn nur leicht.

Schneiden und Blattpflege

Ein Rückschnitt im Frühjahr hält den buschigen Strauch kompakt und regt die Verzweigung an. Zu lange oder schwache Triebe kannst du einkürzen; abgestorbene Pflanzenteile entfernst du bei Bedarf. Während der Blüte lassen sich verwelkte Blütenstände ausputzen, damit die Pflanze gepflegt bleibt.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr beginnt mit mehr Licht und neuem Austrieb die Wachstumszeit; dann kannst du das Gießen schrittweise steigern und die Lantana sonnig stellen. Im Sommer braucht sie bei Wärme regelmäßig Wasser, doch die obere Substratschicht darf zwischen den Gießvorgängen antrocknen. Im Herbst werden Wassergaben mit nachlassendem Wachstum reduziert. Den Winter verbringt die Pflanze hell und kühl bei mindestens etwa 10 °C; dann sparsam gießen und nicht düngen.

Vermehren

Lantana camara lässt sich über Stecklinge vermehren, am besten während des kräftigen Wachstums im späten Frühjahr oder Sommer. Schneide dafür einen gesunden, noch nicht stark verholzten Trieb ab und entferne die unteren Blätter. Stecke den Trieb in leicht feuchtes, durchlässiges Substrat und stelle ihn hell und warm, aber zunächst nicht in pralle Sonne. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht, nicht nass, bis sich neue Wurzeln und Austrieb zeigen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Zu wenig Licht

    • Symptom: Die Triebe werden lang und schwach, und die Blüte bleibt spärlich.
    • Ursache: Ein zu schattiger Standort passt nicht zum hohen Lichtbedarf der Lantana.
    • Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze an einen sehr hellen Platz mit zeitweiser direkter Sonne.
  2. Staunässe im Topf

    • Symptom: Blätter vergilben oder welken, obwohl das Substrat noch feucht ist.
    • Ursache: Dauerhaft nasse Erde lässt die Wurzeln schlecht versorgen und kann sie schädigen.
    • Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst wieder, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist.
  3. Zu warmer, dunkler Winterplatz

    • Symptom: Die Lantana bildet schwache, vergeilte Triebe und verliert an Kraft.
    • Ursache: Bei wenig Licht bleibt der Wasser- und Nährstoffbedarf niedrig, während Wärme den Austrieb fördert.
    • Gegenmaßnahme: Überwintere die Pflanze hell und kühl bei mindestens etwa 10 °C und reduziere das Gießen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie oft muss man Lantana gießen?

Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Welches Substrat ist am besten?

Ein strukturstabiles, durchlässiges Substrat, das zu Zierpflanzen passt. Gute Drainage reduziert Wurzelfäule.

Kann Lantana im Sommer ins Freie?

Manche Arten vertragen einen geschützten, frostfreien Außenstandort im Sommer; das ist jedoch artabhängig und nur ohne Frost möglich.

Wie überwintere ich Lantana richtig?

Frostfrei, hell und mit reduziertem Wasserbedarf überwintern. Düngung im Winter meist reduzieren oder aussetzen.

Ist Lantana giftig für Haustiere?

Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.

Suche

Tipp: Mit / oder ⌘K öffnest du die Suche von überall.