Palme
Livistona
Livistona rotundifolia
Livistona (z. B. Livistona rotundifolia) sind klein bis mittelgroße Zimmerpalmen mit fächerförmigen oder gefiederten Wedeln. Sie gedeihen an hellen bis halbschattigen, warmen Standorten mit mittlerer bis hoher Luftfeuchte; Staunässe vermeiden und nur gießen, wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist. Pflanzensaft und Teile können reizend bis giftig sein, deshalb Vorsicht mit Kindern und Haustieren.

Livistona (Livistona rotundifolia) | Foto: Fiver, der Hellseher / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Mittel
- Licht
- Hell, indirekt
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Mittel
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller Platz mit viel indirektem Licht, ohne dauerhaft intensive Mittagssonne.
Licht
Helles, indirektes Licht; dunkle Standorte verträgt die Palme schlecht.
Temperatur
Etwa 18 bis 25 °C sind passend; vor Kälte und starken Schwankungen schützen.
Luftfeuchtigkeit
Normale Raumluft genügt.
Gießen
Gieße, wenn die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist, und vermeide Staunässe.
Substrat & Topf
Locker, humos und strukturstabil, zum Beispiel Zimmerpflanzenerde mit Rinde und Perlit.
Pflegeaufwand
Mittlerer Pflegeaufwand
Düngen
Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
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Gut zu wissen
- Wuchsform: Palme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln.
- Herkunft: Tropisches Südostasien, vor allem auf den Philippinen und im Indonesischen Archipel; wächst in feuchten Wäldern.
- Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
- Vermehren: Samen
- Überwintern: Hell bei etwa 15 bis 20 °C überwintern und mäßig gießen, sobald die obere Erdschicht angetrocknet ist.
- Auch bekannt als: Livistona; Handels- und Sortennamen können abweichen; Saribus rotundifolius
Livistona im Überblick
Livistona (bot. z. B. Livistona rotundifolia) umfasst Palmen mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln, die in vielen Arten tropische bis subtropische Regionen bewohnen. In Zimmerkultur bleiben sie meist kompakt und erreichen je nach Art etwa 1 bis 3 m. Das Wachstum ist bei Wärme, gutem Licht und ausreichender Nährstoffversorgung mittel bis schnell. Die Pflege gilt als mittel anspruchsvoll: gleichmäßige Bedingungen fördern gesundes Wachstum, während extreme Trockenheit, Kälte oder Staunässe Probleme auslösen können.
Standort
Die Livistona rotundifolia stammt aus den Tropen Südostasiens und bildet aufrechte Stämme mit großen, rundlich gefächerten Blättern. Ein heller Platz mit viel indirektem Licht unterstützt einen gleichmäßigen Wuchs; dunkle Ecken verträgt sie schlecht und entwickelt dort oft nur langsam neue Wedel. Schütze die Blätter vor dauerhaft intensiver Mittagssonne am Fenster. Normale Raumluft reicht aus, Zugluft und starke Temperaturschwankungen solltest du vermeiden.
Substrat und Topf
Ein lockeres, strukturstabiles Substrat lässt Wasser ablaufen und hält zugleich gleichmäßig etwas Feuchtigkeit. Eine humose Grundlage mit luftdurchlässiger Struktur passt zu den Wurzeln der Livistona, die keine dauerhaft nasse Erde vertragen. Wichtig sind Abzugslöcher und eine Drainageschicht, damit überschüssiges Wasser den Topf verlassen kann. Ein standfester, ausreichend tiefer Topf gibt der aufrecht wachsenden Palme Halt.
Richtig pflegen
Gießen
Prüfe vor dem Gießen die obere Erdschicht: Ist sie leicht angetrocknet, kannst du gründlich wässern, bis überschüssiges Wasser abläuft. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, zugleich darf die Palme nicht dauerhaft im Wasser stehen. Bei kühlerem oder lichtärmerem Stand trocknet die Erde langsamer ab, daher braucht sie dann weniger Wasser. Entferne Wasser aus Übertopf oder Untersetzer, damit die Wurzeln nicht vernässen.
Düngen
Während der Wachstumszeit im Frühling und Sommer unterstützt eine maßvolle Düngung die Bildung neuer Wedel. Dünge zurückhaltend, denn eine Überversorgung kann die Wurzeln belasten. Im Winter wächst die Palme meist langsamer und braucht keine oder nur sehr wenig zusätzliche Nährstoffe.
Umtopfen
Topfe im Frühling um, wenn Wurzeln den Topf deutlich ausfüllen oder aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle einen nur etwas größeren, standfesten Topf und gehe beim Umtopfen vorsichtig mit dem Wurzelballen um. Häufiges Umtopfen ist nicht nötig.
Schneiden und Blattpflege
Schneide nur vollständig abgestorbene oder stark beschädigte Wedel ab und setze den Schnitt nahe am Blattstiel an, ohne den Stamm zu verletzen. Grüne Wedel sollten an der Palme bleiben, da sie weiterhin Licht aufnehmen. Braune Blattspitzen lassen sich vorsichtig nachschneiden, ohne in gesundes Gewebe zu schneiden. Staub kannst du mit einem feuchten Tuch von den Blättern entfernen.
Jahresrhythmus
Im Frühling beginnt die Livistona meist wieder kräftiger zu wachsen; ein heller Platz mit indirektem Licht unterstützt die Bildung neuer Wedel. Im Sommer hältst du die Erde gleichmäßig leicht feucht, lässt überschüssiges Wasser aber ablaufen. Im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum, daher gießt du sparsamer und düngst kaum oder gar nicht. Auch in der Ruhezeit bleibt ein heller Standort wichtig.
Vermehren
Die Vermehrung erfolgt bei Livistona rotundifolia über Samen und gelingt am ehesten mit frischem, keimfähigem Saatgut. Säe die Samen in ein lockeres, leicht feuchtes Substrat und halte sie an einem warmen, hellen Platz ohne direkte Sonne. Das Substrat sollte während der Keimung nicht austrocknen, aber auch nicht nass stehen. Die Keimung kann Zeit brauchen; junge Sämlinge wachsen zunächst langsam.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Zu dunkler Standort
- Symptom: Neue Wedel bleiben klein oder die Palme bildet nur wenig frisches Wachstum.
- Ursache: Ein schattiger Platz bietet der lichtbedürftigen Livistona zu wenig Helligkeit.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Palme heller, aber weiterhin ohne pralle direkte Sonne.
-
Staunässe im Topf
- Symptom: Blätter vergilben und die Wurzeln können faulen.
- Ursache: Wasser bleibt im Übertopf oder in einem Topf ohne Abzugslöcher stehen.
- Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und verwende einen Topf mit Abzugslöchern.
-
Erde vollständig austrocknen lassen
- Symptom: Blattspitzen werden braun und die Wedel wirken schlaff.
- Ursache: Der Wurzelballen trocknet bei mittlerem Wasserbedarf zu stark aus.
- Gegenmaßnahme: Gieße, sobald die Oberfläche abgetrocknet ist, und halte den Wurzelballen leicht feucht.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie viel Licht braucht eine Livistona?
Helles, indirektes Licht; dunkle Standorte verträgt die Palme schlecht.
Wie oft muss ich meine Livistona gießen?
Gieße, wenn die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist, und vermeide Staunässe.
Welches Substrat ist am besten?
Ein lockeres, humoses Substrat mit Rinde und Perlit sorgt für Luft und Drainage. Wichtig sind Strukturstabilität und gute Durchlüftung, um Wurzelschäden zu vermeiden.
Wie erhöhe ich die Luftfeuchtigkeit für die Palme?
Normale Raumluft genügt der Livistona. Besprühen ist für die Pflege nicht erforderlich.
Ist Livistona giftig für Haustiere?
Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.
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