Orchidee
Lycaste
Lycaste cruenta
Lycaste‑Orchideen sind mehrjährige, oft epiphytisch wachsende Pflanzen aus tropischen und subtropischen Regionen. Sie bevorzugen helles, gefiltertes Licht, luftiges Rinden‑Substrat und mittlere bis hohe Luftfeuchte. Gieße durchdringend und lass die Wurzeln gut abtropfen; Staunässe fördert Wurzelfäule. Beim Überwintern Wasser und Dünger reduzieren.

Lycaste (Lycaste cruenta) | Foto: Urheber laut Dateiseite / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Anspruchsvoll
- Licht
- Hell, indirekt
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Hoch
- Größe
- Klein (bis ca. 30 cm)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Haustiere nicht bewertet. Das bedeutet nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller Platz mit diffusem Licht, hoher Luftfeuchte und etwas Luftbewegung, vor praller Mittagssonne geschützt.
Licht
Helles, indirektes Licht; Morgen- oder Abendsonne ist möglich, pralle Mittagssonne sollte sie nicht treffen.
Temperatur
Etwa 15 bis 25 °C; starke Hitze und kalte Zugluft vermeiden.
Luftfeuchtigkeit
Hohe Luftfeuchtigkeit und gute Luftbewegung tun ihr gut.
Gießen
Gieße mäßig, wenn das Substrat oberflächlich abzutrocknen beginnt, und lass überschüssiges Wasser ablaufen.
Substrat & Topf
Luftiges Orchideensubstrat, meist auf Rindenbasis.
Pflegeaufwand
Anspruchsvoll
Düngen
Während des Wachstums schwach dosiert mit Orchideendünger.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
- du dich gern intensiv um deine Pflanzen kümmerst
- die Luft eher feucht ist, zum Beispiel im hellen Bad
- du wenig Platz hast, zum Beispiel auf Fensterbank oder Regal
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
- du wenig Zeit hast oder Pflege eher nebenbei erledigst
- die Raumluft durch Heizung sehr trocken ist
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Mehrjährige Blühpflanze, häufig epiphytisch wachsend.
- Herkunft: Südliches Mexiko bis Mittelamerika, in feuchten Bergwäldern.
- Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
- Aufstellort: Fensterbank
- Topfgröße: Knapp bemessen; Wurzeln benötigen Luft und keinen übergroßen Topf.
- Vermehren: Teilung
- Überwintern: Hell, an die Art angepasste Temperaturen; meist weniger gießen und düngen.
- Auch bekannt als: Lycaste; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Lycaste im Überblick
Lycaste (bot. Lycaste cruenta) ist eine Gruppe von Orchideen, die überwiegend in tropischen und subtropischen Regionen vorkommt. Viele Arten sind epiphytisch und wachsen langsam bis mittelmäßig. Die Wuchshöhe variiert stark (je nach Art etwa 15 cm bis 1 m). Der Pflegeaufwand gilt als mittel: Licht, Temperatur und Gießverhalten sollten an die jeweilige Art angepasst werden.
Standort
Lycaste cruenta stammt aus Mittelamerika und wächst aus verdickten Pseudobulben, aus denen große, gefaltete Blätter treiben. Stelle sie hell, aber vor kräftiger Mittagssonne geschützt auf; ein Ost- oder Westfenster ist oft passend. Während der Wachstumszeit helfen hohe Luftfeuchtigkeit und sanfte Luftbewegung. Etwa 15 bis 25 °C sind ein geeigneter grober Rahmen; vermeide starke Hitze, trockene Heizungsluft und kalte Zugluft.
Substrat und Topf
Eine lockere, grob strukturierte Mischung lässt Wasser rasch ablaufen und hält zugleich etwas Feuchte an den Wurzeln. Ein kleiner Topf mit großzügigen Abzugslöchern ist passend, denn ein zu großes Gefäß bleibt lange nass. Freie Abzugslöcher und eine ungehinderte Drainage schützen die empfindlichen Orchideenwurzeln vor Staunässe.
Richtig pflegen
Lycaste verlangt eine Kombination aus guter Luftbewegung, ausreichender Luftfeuchte und regelmäßigem, aber maßvollem Gießen. Weiches, kalkarmes und zimmerwarmes Wasser ist vorzuziehen. Während der aktiven Wachstumsphase schwach dosiert mit speziellem Orchideendünger versorgen; außerhalb dieser Zeit deutlich reduzieren.
Gießen
Im Wachstum braucht sie gleichmäßig mäßige Feuchte: Gieße gründlich, sobald die obere Substratschicht abzutrocknen beginnt, und lass das Wasser frei ablaufen. Die Wurzeln sollten nicht dauerhaft nass stehen, zugleich sollte der Wurzelballen während des Austriebs nicht völlig austrocknen. Wenn das Wachstum nach der Ausbildung der Pseudobulben nachlässt, reduzierst du die Wassergaben, ohne die Pseudobulben stark schrumpfen zu lassen.
Düngen
Während neue Triebe und Wurzeln wachsen, kannst du sparsam düngen und die Gabe bei Bedarf mit dem Gießwasser verdünnen. Sobald das Wachstum nachlässt und die Pflanze in ihre Ruhephase geht, reduzierst du die Düngung deutlich oder setzt sie aus.
Umtopfen
Topfe Lycaste cruenta um, wenn das Substrat zusammengesackt ist oder die Wurzeln den Topf ausfüllen, am besten beim Beginn neuen Wachstums. Wähle nur einen wenig größeren Topf und behandle die fleischigen Wurzeln vorsichtig, da sie bei Beschädigung leicht faulen können.
Schneiden und Blattpflege
Ein regelmäßiger Formschnitt ist bei dem aufrechten, kompakten Wuchs nicht nötig. Entferne verblühte Stiele und vollständig abgestorbene Blätter mit sauberem Werkzeug, ohne gesunde Pseudobulben abzuschneiden. Die Pseudobulben speichern Wasser und Nährstoffe und sollten an der Pflanze bleiben.
Jahresrhythmus
Im Frühling und Sommer fördern helles, indirektes Licht und gleichmäßige, mäßige Feuchte das Wachstum neuer Triebe und Wurzeln. Gieße während dieser Zeit gründlich, lasse überschüssiges Wasser aber ablaufen. Wenn das Wachstum nachlässt und Blätter einziehen, reduzierst du das Gießen und stellst die Pflanze weiterhin hell auf. Halte sie bei normaler Zimmertemperatur und vermeide starke Temperaturschwankungen.
Vermehren
Lycaste cruenta lässt sich durch Teilung vermehren, am besten beim Umtopfen zu Beginn eines neuen Wachstums. Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und löse den Wurzelballen behutsam, damit möglichst wenige Wurzeln brechen. Teile den Horst so, dass jeder Abschnitt mehrere kräftige Pseudobulben und einen Austriebspunkt besitzt. Setze die Teilstücke in kleine Töpfe und halte sie zunächst gleichmäßig, aber nicht nass.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Staunässe im Topf
- Symptom: Wurzeln werden weich oder dunkel und die Pflanze verliert an Kraft.
- Ursache: Verdichtetes Substrat oder fehlender Wasserabzug hält die Wurzeln dauerhaft nass.
- Gegenmaßnahme: Nutze einen Topf mit Abzugslöchern und ein lockeres Substrat, das überschüssiges Wasser rasch ableitet.
-
Zu trockene Raumluft
- Symptom: Blattspitzen trocknen ein und junge Triebe entwickeln sich nur zögerlich.
- Ursache: Trockene Heizungsluft passt schlecht zum hohen Luftfeuchtebedarf der Lycaste.
- Gegenmaßnahme: Erhöhe die Luftfeuchtigkeit und sorge gleichzeitig für Luftbewegung rund um die Pflanze.
-
Zu viel direkte Sonne
- Symptom: Blätter bekommen helle, später braune Flecken.
- Ursache: Direkte Mittagssonne kann das Laub der Lycaste verbrennen.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze hell, aber ohne pralle Sonne auf und schütze sie vor intensiver Mittagshitze.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Bei vielen gängigen Arten gering; Verzehr dennoch vermeiden. Für Katzen und Hunde liegt uns keine belastbare Einstufung vor. Das heißt nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist: Stelle sie vorsorglich so auf, dass Haustiere sie nicht anknabbern können. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich meine Lycaste gießen?
Gieße mäßig, wenn das Substrat oberflächlich abzutrocknen beginnt, und lass überschüssiges Wasser ablaufen.
Welches Substrat ist richtig für Lycaste?
Ein luftiges Orchideensubstrat, häufig auf Rindenbasis, ist geeignet. Es soll gute Belüftung bieten und schnell entwässern, damit Wurzeln nicht dauerhaft nass stehen.
Kann Lycaste draußen stehen?
Im Sommer kann Lycaste geschützt und halbschattig im Freien stehen, sofern keine kalten Nächte zu erwarten sind und die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt wird.
Wann sollte ich umtopfen?
Umtopfen nach der Blüte oder wenn das Substrat sich zersetzt hat, in der Regel alle 2–3 Jahre. Beim Umtopfen auf gesunde Wurzeln und frisches, luftiges Substrat achten.
Ist Lycaste giftig für Haustiere?
Für Katzen und Hunde liegt uns keine belastbare Einstufung vor. Das heißt nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist: Stelle sie vorsorglich so auf, dass Haustiere sie nicht anknabbern können.
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