Palme
Mazaripalme
Nannorrhops ritchiana
Die Mazaripalme (Nannorrhops ritchiana) ist eine kompakte Zimmerpalme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln, die in Töpfen meist 1–3 m hoch wird. Sie mag helles, indirektes Licht, gleichmäßige Wärme (idealerweise 18–28 °C) und moderate bis hohe Luftfeuchte. Gießen erst nach Antrocknen der Oberfläche, Staunässe vermeiden; im Winter weniger gießen und nicht düngen.

Mazaripalme (Nannorrhops ritchiana) | Foto: Stan Shebs / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Mittel
- Licht
- Sonnig
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Niedrig
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Ein sehr heller, sonniger Platz mit ausreichend Raum für den aufrechten Wuchs ist ideal.
Licht
Viel Licht und zeitweise direkte Sonne fördern kräftigen Wuchs; Schatten verträgt sie schlecht.
Temperatur
Etwa 15 bis 30 °C sind passend; Frost im Topf solltest du vermeiden.
Luftfeuchtigkeit
Trockene Zimmerluft verträgt die Palme gut.
Gießen
Gieße gründlich, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser ablaufen.
Substrat & Topf
Locker, humos und strukturstabil, zum Beispiel Zimmerpflanzenerde mit Rinde und Perlit.
Pflegeaufwand
Mittlerer Pflegeaufwand
Düngen
Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- du einen sonnigen Platz hast, etwa am Süd- oder Westfenster
- Heizungsluft und trockene Räume kein Problem sind
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz eher dunkel oder weit vom Fenster entfernt ist
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
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Gut zu wissen
- Wuchsform: Palme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln.
- Herkunft: Trockene Gebirge und Halbwüsten Afghanistans, Pakistans und Irans.
- Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
- Vermehren: Ableger oder Kindel, Samen
- Überwintern: Hell und eher kühl bei etwa 5 bis 15 °C überwintern, sparsam gießen und das Substrat zwischenzeitlich antrocknen lassen.
- Auch bekannt als: Mazaripalme; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Mazaripalme im Überblick
Die Mazaripalme (Nannorrhops ritchiana) gehört zur Familie der Arecaceae und zeigt typischen Palmwuchs mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln. In Zimmerkultur bleibt sie meist zwischen etwa 1 und 3 Metern, das Wachstum ist bei ausreichend Licht, Wärme und Nährstoffen mittel bis schnell. Insgesamt gilt sie als mäßig anspruchsvoll: konstante Bedingungen fördern gesundes Wachstum.
Standort
Die Mazaripalme stammt aus trockenen Regionen Südwest- und Zentralasiens und bildet fächerförmige Blätter an aufrechten, oft büschelig stehenden Trieben. Stelle sie an ein sehr helles, sonniges Fenster oder im Sommer an einen geschützten Platz im Freien; an ungewohnte direkte Sonne gewöhnst du sie schrittweise. Ein schattiger Standort führt zu schwachem, lockerem Wuchs. Trockene Zimmerluft verträgt sie gut, wichtig sind ausreichend Licht und Raum für ihren kräftigen Wuchs.
Substrat und Topf
Ein lockeres, überwiegend mineralisches Substrat lässt Wasser rasch ablaufen und hält dennoch etwas Feuchtigkeit für die kräftigen Wurzeln. Grobe, luftige Bestandteile beugen Verdichtung und Staunässe vor. Wähle einen tiefen, standfesten Topf mit ausreichend großen Abzugslöchern, denn die aufrecht wachsende Palme wird groß und braucht sicheren Halt. Wasser im Übertopf oder Untersetzer sollte nicht stehen bleiben.
Richtig pflegen
Gießen
Als Palme trockener Herkunft kommt sie mit kurzen Trockenphasen zurecht, sollte im Topf während des Wachstums aber nicht dauerhaft austrocknen. Gieße gründlich, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Bleibt die Erde lange nass, können die Wurzeln leiden; ein durchlässiges Substrat und ein Topf mit Abzugsloch helfen, Staunässe zu vermeiden. Bei kühlerem Stand sinkt der Wasserbedarf, daher gießt du dann sparsamer.
Düngen
Während des Wachstums im Frühling und Sommer kannst du sparsam düngen, damit die Mazaripalme neue Blätter bildet. Im Herbst und Winter wächst sie bei kühler Haltung langsamer; dann wird nicht oder nur sehr zurückhaltend gedüngt.
Umtopfen
Der passende Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn der Wurzelballen den Topf deutlich ausfüllt oder Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle einen nur wenig größeren, tiefen und standfesten Topf. Beim Umtopfen den Wurzelballen möglichst intakt lassen und nicht unnötig auseinanderziehen.
Schneiden und Blattpflege
Ein regelmäßiger Formschnitt ist bei der aufrecht wachsenden Mazaripalme nicht nötig. Entferne nur vollständig abgestorbene oder stark beschädigte Wedel mit sauberem Werkzeug und schneide nicht in die Mitte des Blattschopfs. Braune Spitzen allein sind kein Grund, einen ganzen noch grünen Wedel abzunehmen. Ein stabiler Stand ist wichtiger als eine Stütze.
Jahresrhythmus
Im Frühling beginnt die Mazaripalme mit mehr Licht und steigenden Temperaturen wieder kräftiger zu wachsen. Im Sommer verträgt sie einen sehr hellen, sonnigen Platz; an direkte Sonne gewöhnst du sie schrittweise. Im Herbst und Winter steht sie möglichst hell und kühl, bei mindestens etwa 10 °C. Während dieser ruhigeren Zeit gießt du weniger und lässt die obere Substratschicht stärker abtrocknen.
Vermehren
Die Mazaripalme lässt sich durch Samen oder durch bewurzelte Ableger vermehren; bei Ablegern ist das Frühjahr ein günstiger Zeitpunkt. Trenne einen Kindel an der Basis vorsichtig ab, sobald er eigene Wurzeln besitzt, und setze ihn in lockeres, gut drainierendes Substrat. Samen kommen in ein luftiges Anzuchtsubstrat, das gleichmäßig leicht feucht und warm gehalten wird. Bis zur Keimung kann Geduld nötig sein.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Staunässe im Wurzelbereich
- Symptom: Die Wedel vergilben oder hängen, während das Substrat lange nass bleibt.
- Ursache: Verdichtetes Substrat oder Wasser im Übertopf hält die Wurzeln zu lange nass.
- Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und verwende ein lockeres Substrat mit guter Drainage.
-
Zu wenig Licht
- Symptom: Neue Wedel bleiben klein und der Wuchs wirkt schwach oder schief.
- Ursache: Ein schattiger Standort reicht der sonnenliebenden Mazaripalme nicht aus.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Palme heller und gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne.
-
Zu warm und zu nass im Winter
- Symptom: Die Pflanze wächst schwach, und einzelne Wedel verfärben sich oder trocknen ein.
- Ursache: Bei wenig Winterlicht fördern Wärme und häufiges Gießen anhaltende Nässe im Wurzelbereich.
- Gegenmaßnahme: Überwintere sie hell und kühl bei mindestens etwa 10 °C und gieße deutlich sparsamer.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich die Mazaripalme gießen?
Gieße gründlich, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser ablaufen.
Braucht die Mazaripalme viel Dünger?
Nein. Von März bis September genügt sparsame Düngung alle 2–4 Wochen mit einem Grünpflanzendünger; im Winter nicht düngen.
Kann die Mazaripalme draußen überwintern?
Nur wenn die Nächte dauerhaft frostfrei und der Standort geschützt ist. Für die Winterruhe in Töpfen empfiehlt sich ein warmer, heller Platz drinnen.
Wie erhöhe ich die Luftfeuchtigkeit für die Palme?
Die Mazaripalme kommt mit trockener Raumluft zurecht; eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.
Woran erkenne ich Schädlinge und was tun?
Achte auf feine Netzspinnweben (Spinnmilben), fliegende oder klammernde Schädlinge wie Thripse und weiße Watteähnliche Beläge (Wollläuse). Bei Befall betroffene Pflanzenteile reinigen, bei Bedarf punktuell behandeln und Kulturbedingungen verbessern, um erneuten Befall zu verhindern.
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