Farn
Moosfarn
Selaginella martensii
Der Moosfarn (Selaginella martensii) ist eine wedelbildende Sporenpflanze, die hell bis halbschattig und bei gleichmäßiger Feuchte am besten gedeiht. Er bevorzugt warme, feuchte Luft (50–70 %) und humoses, lockeres Substrat; Staunässe unbedingt vermeiden. Vorsicht bei Berührung oder Verzehr: Pflanzensaft kann reizend sein, Tiere sollten nicht daran knabbern.

Moosfarn (Selaginella martensii) | Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Anspruchsvoll
- Licht
- Halbschattig
- Wasserbedarf
- Viel
- Luftfeuchtigkeit
- Hoch
- Größe
- Klein (bis ca. 30 cm)
- Wuchsform
- Buschig
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller bis halbschattiger, warmer Platz ohne direkte Sonne und möglichst mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Licht
Helles bis halbschattiges Licht ohne direkte Sonne; ein dunkler Platz ist ungeeignet.
Temperatur
Etwa 18 bis 25 °C und möglichst gleichmäßig warm.
Luftfeuchtigkeit
Hohe Luftfeuchtigkeit hält die feinen Triebe vital.
Gießen
Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht, ohne den Wurzelballen austrocknen oder im Wasser stehen zu lassen.
Substrat & Topf
Humoses, lockeres und feuchtigkeitsspeicherndes Farnsubstrat.
Pflegeaufwand
Anspruchsvoll
Düngen
Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz halbschattig ist, ohne direkte Sonne
- du dich gern intensiv um deine Pflanzen kümmerst
- du regelmäßig und gleichmäßig gießt
- die Luft eher feucht ist, zum Beispiel im hellen Bad
Weniger geeignet, wenn …
- die Pflanze am Südfenster in der prallen Sonne stehen müsste
- du wenig Zeit hast oder Pflege eher nebenbei erledigst
- du oft vergisst zu gießen oder länger verreist
- die Raumluft durch Heizung sehr trocken ist
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Wedelbildende, nicht blühende Sporenpflanze.
- Herkunft: Tropisches Mexiko und Mittelamerika, vor allem feuchte, schattige Wälder.
- Temperatur: braucht dauerhaft Wärme (nicht unter etwa 16 °C)
- Aufstellort: Fensterbank
- Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
- Vermehren: Teilung, Stecklinge
- Überwintern: Hell ohne direkte Sonne bei etwa 16 bis 20 °C halten und das Substrat gleichmäßig leicht feucht halten.
- Auch bekannt als: Moosfarn; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Moosfarn im Überblick
Der Moosfarn (Selaginella martensii) ist eine nicht blühende Sporenpflanze aus der Familie Selaginellaceae. In Zimmerkultur variiert die Wuchshöhe je nach Art stark und kann grob zwischen etwa 30 cm und bis zu 3 m liegen. Wachstum ist mittel bis schnell, wenn Temperatur, Licht und Nährstoffversorgung stimmen. Der Pflegeaufwand wird als mittel eingeschätzt, weil eine gleichmäßig feuchte Erde und höhere Luftfeuchte wichtig sind.
Standort
Der Moosfarn wächst in tropischen, feuchten Waldgebieten und bildet mit seinen feinen, schuppenartigen Blättern einen buschigen Bestand. Ein heller bis halbschattiger Platz ohne direkte Sonne passt; an einem dunklen Standort wird der Wuchs schwach. Halte ihn warm und stelle ihn nicht neben einen Heizkörper oder an ein zugiges Fenster. Hohe Luftfeuchtigkeit bekommt ihm besonders gut, etwa in einem hellen, feuchten Raum.
Substrat und Topf
Ein humusreiches, lockeres und zugleich luftdurchlässiges Substrat hält Feuchtigkeit, ohne die feinen Wurzeln dauerhaft zu vernässen. Eine gleichmäßig leicht feuchte Umgebung passt zum hohen Wasserbedarf des Moosfarns. Ein Topf mit Abzugslöchern ist wichtig; überschüssiges Wasser muss ablaufen können, und im Übertopf darf nichts stehen bleiben. Eine lockere Struktur erleichtert außerdem den Luftaustausch im Wurzelbereich.
Richtig pflegen
Gießen
Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht und kontrolliere es regelmäßig mit dem Finger. Gieße, sobald die Oberfläche leicht abzutrocknen beginnt, bevor der Wurzelballen vollständig trocken wird. Staunässe sollte dennoch nicht entstehen, denn dauerhaft nasse Erde schadet den Wurzeln. Bei Trockenheit können die feinen Triebe rasch eintrocknen; gleiche das nicht mit dauerhaftem Wasser im Übertopf aus.
Düngen
Während des aktiven Wachstums im Frühjahr und Sommer kannst du sparsam düngen; der Moosfarn reagiert empfindlich auf eine Überversorgung. Im Herbst und Winter wird das Wachstum meist langsamer, daher reduzierst du die Düngung deutlich oder setzt sie bei ausgeprägter Ruhe ganz aus.
Umtopfen
Im Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen, besonders wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Ballen den Topf stark durchwurzelt hat. Wähle nur einen wenig größeren Topf und gehe vorsichtig mit dem feinen Wurzelwerk um, damit es nicht unnötig beschädigt wird.
Schneiden und Blattpflege
Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht nötig, doch lange oder ungleichmäßig gewachsene Triebe kannst du einkürzen, damit der buschige Wuchs kompakt bleibt. Entferne vertrocknete oder beschädigte Teile mit einer sauberen Schere. Eine Stütze braucht der Moosfarn normalerweise nicht; Staub und abgestorbene Pflanzenteile solltest du vorsichtig aus dem dichten Wuchs lösen.
Jahresrhythmus
Im Frühjahr und Sommer wächst der Moosfarn an einem halbschattigen Platz ohne direkte Sonne; halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht. Hohe Luftfeuchtigkeit unterstützt das dichte, frische Laub, während warme Bedingungen wichtig bleiben. Im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum meist, deshalb wird sparsamer gedüngt und nur so viel gegossen, dass der Ballen nicht austrocknet. Auch in der kühleren Jahreszeit sollte die Temperatur nicht unter etwa 16 °C fallen.
Vermehren
Am einfachsten lässt sich der Moosfarn durch Teilung oder Stecklinge vermehren, am besten während des aktiven Wachstums im Frühjahr oder Sommer. Für die Teilung löst du die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und trennst einen bewurzelten Teil ab, ohne die feinen Wurzeln stark zu beschädigen. Stecklinge schneidest du von gesunden Trieben und setzt sie in leicht feuchtes Substrat. Hohe Luftfeuchtigkeit, Wärme und ein halbschattiger Platz fördern das Anwachsen.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Substrat trocknet aus
- Symptom: Triebspitzen werden trocken und das Laub verliert an Frische.
- Ursache: Der Wurzelballen ist zu stark ausgetrocknet und bleibt nicht gleichmäßig leicht feucht.
- Gegenmaßnahme: Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht und lasse überschüssiges Wasser dennoch ablaufen.
-
Zu trockene Raumluft
- Symptom: Das Laub wirkt trocken oder rollt sich ein.
- Ursache: Trockene Raumluft, besonders in beheizten Räumen, passt nicht zum Bedarf des Moosfarns.
- Gegenmaßnahme: Sorge für eine höhere Luftfeuchtigkeit und stelle die Pflanze nicht direkt an eine Heizung.
-
Direkte Sonne
- Symptom: Blätter bleichen aus oder bekommen trockene, geschädigte Stellen.
- Ursache: Direkte Sonneneinstrahlung belastet das empfindliche Laub des Moosfarns.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze halbschattig und ohne direkte Sonne auf.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich den Moosfarn gießen?
Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht, ohne den Wurzelballen austrocknen oder im Wasser stehen zu lassen.
Welche Luftfeuchte ist ideal für Moosfarn?
Der Moosfarn mag hohe Luftfeuchtigkeit; trockene Raumluft kann das Laub beeinträchtigen.
Kann ich meinen Moosfarn im Sommer nach draußen stellen?
Ja, an einen geschützten Platz im Halbschatten, wenn die Nächte dauerhaft frostfrei sind. Vermeide direkte Sonne und starke Temperaturschwankungen.
Wann sollte ich meinen Moosfarn umtopfen?
Umtopfe im Frühjahr, wenn die Pflanze stark durchwurzelt ist. Wähle nur einen leicht größeren Topf (2–4 cm Zuwachs), um Staunässe zu vermeiden.
Wie vermehre ich meinen Moosfarn am besten?
Ja, der Moosfarn lässt sich durch Teilung oder Stecklinge vermehren.
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