Zimmerpflanzen1x1

Aronstabgewächs

Purpurtute

Syngonium auritum

Die Purpurtute (Syngonium auritum) ist eine krautige, teils kletternde Blattpflanze aus den Aronstabgewächsen, geeignet für helles bis halbschattiges, warmes Zimmerklima. Gießen, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist; Staunässe vermeiden. Halte mittlere bis hohe Luftfeuchte und reduzieren im Winter Gießen sowie Düngen. Vorsicht: Pflanzensaft kann reizend bis giftig sein.

Pflegeleicht
Foto von Purpurtute (Syngonium auritum).

Purpurtute (Syngonium auritum) | Foto: Scot Nelson from Honolulu, Hawaii, USA / Wikimedia Commons / CC0

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Licht
Hell, indirekt
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Hoch
Größe
Mittel (ca. 30–100 cm)
Wuchsform
Kletternd

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller Platz ohne pralle Mittagssonne, am besten mit Rankhilfe und Abstand zu kalter Zugluft.

Licht

Helles, indirektes Licht fördert einen kräftigen Wuchs; direkte Mittagssonne kann die Blätter schädigen.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C sind günstig; dauerhaft kühle Standorte meidest du besser.

Luftfeuchtigkeit

Hohe Luftfeuchtigkeit bekommt den Blättern gut; trockene Heizungsluft kann sie belasten.

Gießen

Gieße, wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.

Substrat & Topf

Locker, humos und strukturstabil, zum Beispiel Zimmerpflanzenerde mit Rinde und Perlit.

Pflegeaufwand

Pflegeleicht

Düngen

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
  • du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist
  • die Luft eher feucht ist, zum Beispiel im hellen Bad

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
  • die Raumluft durch Heizung sehr trocken ist
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

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Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:PflegeleichtHell, indirektKletternd

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Krautige Blattpflanze, teils kletternd oder aufrecht.
  • Herkunft: Tropisches Mittelamerika; wächst in feuchten Wäldern als Kletterpflanze.
  • Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
  • Aufstellort: Regal oder Tisch, Boden
  • Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
  • Vermehren: Stecklinge
  • Überwintern: Hell und bei etwa 16 bis 20 °C halten, weniger gießen und das Substrat nicht austrocknen lassen.
  • Auch bekannt als: Purpurtute; Handels- und Sortennamen können abweichen.

Purpurtute im Überblick

Die Purpurtute (Syngonium auritum) ist eine krautige Blattpflanze aus der Familie der Araceae. In Zimmerkultur zeigt sie je nach Art sehr unterschiedliche Wuchsformen — von kompakten Exemplaren bis zu kletternden Varianten — und kann je nach Art zwischen etwa 30 cm und 3 m groß werden. Wachstum ist bei warmen, hellen und nährstoffreichen Bedingungen mittel bis schnell. Der Pflegeaufwand ist als mittel einzustufen; gleichmäßige Bedingungen fördern gesundes Wachstum.

Standort

Die Purpurtute stammt aus den Tropen Mittel- und Südamerikas und wächst dort kletternd. Gib ihr einen hellen Platz mit indirektem Licht; pralle Mittagssonne kann die Blätter schädigen, während zu wenig Licht den Wuchs schwächt. Mit einer Rankhilfe kann sie ihre Triebe nach oben führen und bildet an ihnen Haftwurzeln. Warme Räume und eine hohe Luftfeuchtigkeit kommen ihr entgegen, kalte Zugluft solltest du vermeiden.

Substrat und Topf

Ein lockeres, humoses Substrat mit grober Struktur lässt Wasser ablaufen und versorgt die Wurzeln zugleich gleichmäßig mit Feuchtigkeit. Ein Topf mit Abzugslöchern ist wichtig, denn dauerhaft nasse Erde bekommt den Wurzeln der kletternden Purpurtute nicht. Eine Drainageschicht ersetzt die Abzugslöcher nicht; überschüssiges Wasser sollte nach dem Gießen aus dem Übertopf entfernt werden. Eine Rankhilfe passt zum kletternden Wuchs und kann mit dem Topf eingesetzt werden.

Richtig pflegen

Gießen

Gieße, sobald die obere Erdschicht angetrocknet ist, und prüfe die Feuchte auch etwas tiefer im Topf. Der Wurzelbereich sollte nicht vollständig austrocknen, aber dauerhaft nasse Erde verträgt die Purpurtute schlecht. Überschüssiges Wasser lässt du ablaufen, statt den Topf im Wasser stehen zu lassen. Schlaffe oder gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben und sollten zusammen mit der Bodenfeuchte beurteilt werden.

Düngen

Während der aktiven Wachstumszeit im Frühling und Sommer unterstützt eine zurückhaltende, regelmäßige Nährstoffversorgung die Entwicklung von Trieben und Blättern. Im Herbst und Winter wächst die Purpurtute meist langsamer; dann wird weniger oder gar nicht gedüngt.

Umtopfen

Umtopfen ist sinnvoll, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Topf rasch durchwurzelt ist, am besten zu Beginn der Wachstumszeit. Wähle einen nur wenig größeren Topf mit Abzugslöchern, damit das Substrat nicht zu lange nass bleibt. Die Wurzeln vorsichtig behandeln und beim Einsetzen eine Rankhilfe ergänzen.

Schneiden und Blattpflege

Zu lange oder sparrig gewachsene Triebe lassen sich während der Wachstumszeit mit einer sauberen Schere einkürzen; der Schnitt fördert einen kompakteren Wuchs. Triebe können an einer Rankhilfe befestigt werden, damit die Purpurtute kontrolliert klettert. Staub auf den Blättern mit einem feuchten Tuch abwischen und beschädigte Blätter entfernen.

Jahresrhythmus

Im Frühling beginnt die Purpurtute mit zunehmendem Licht meist kräftiger zu wachsen; ein heller Platz ohne pralle Mittagssonne passt dann gut. Im Sommer gleichmäßig gießen, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und auf hohe Luftfeuchtigkeit achten. Im Herbst und Winter fällt das Wachstum langsamer aus, deshalb seltener gießen und die Düngung reduzieren. Ganzjährig vor kalter Zugluft schützen und bei normaler Zimmertemperatur halten.

Vermehren

Stecklinge mit mindestens einem Knoten sind die passende Methode, um die kletternde Purpurtute zu vermehren. Schneide während der Wachstumszeit einen gesunden Trieb unterhalb eines Knotens ab und entferne Blätter, die später im Wasser oder Substrat liegen würden. Setze den Knoten in Wasser oder in leicht feuchtes, lockeres Substrat und stelle den Steckling hell und warm auf. Nach der Bewurzelung kann er in einen Topf mit Abzugslöchern gesetzt werden.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Staunässe im Topf

    • Symptom: Blätter vergilben und Triebe wirken schlaff.
    • Ursache: Wasser bleibt im Übertopf oder Substrat dauerhaft nass.
    • Gegenmaßnahme: Überschüssiges Wasser abgießen und erst gießen, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist.
  2. Zu dunkler Standort

    • Symptom: Die Triebe werden lang und bilden weniger Blätter.
    • Ursache: Am schattigen Platz fehlt der Purpurtute das nötige helle, indirekte Licht.
    • Gegenmaßnahme: Die Pflanze an einen helleren Platz ohne pralle Mittagssonne stellen.
  3. Trockene Heizungsluft

    • Symptom: Blattspitzen werden trocken oder braun.
    • Ursache: Die Luftfeuchtigkeit ist für die Purpurtute zu niedrig.
    • Gegenmaßnahme: Die Pflanze von der Heizung abrücken und die Luftfeuchtigkeit in ihrer Umgebung erhöhen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Braucht die Purpurtute direkte Sonne?

Helles, indirektes Licht fördert einen kräftigen Wuchs; direkte Mittagssonne kann die Blätter schädigen.

Wie oft sollte ich gießen?

Gieße, wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.

Wie erhöhe ich die Luftfeuchtigkeit richtig?

Die Purpurtute mag hohe Luftfeuchtigkeit. Trockene Heizungsluft kann die Blattspitzen beeinträchtigen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen?

Umtopfe im Frühjahr, wenn der Wurzelballen stark durchwurzelt ist. Wähle einen Topf nur 2–4 cm größer als zuvor.

Kann ich die Purpurtute vermehren?

Ja, über Stecklinge mit mindestens einem Knoten, die du in Wasser oder leicht feuchtes Substrat setzt.

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