Aralie
Schefflera
Heptapleurum actinophyllum
Die Schefflera (Heptapleurum actinophyllum) ist eine variabel wachsende Aralie, die je nach Art aufrecht, buschig, rankend oder rosettig wächst. Sie verlangt helles, indirektes Licht, mäßiges Gießen und ein durchlässiges, strukturstabiles Substrat. Die Pflege gilt als mittel; auf frostfreie Überwinterung und das Vermeiden von Staunässe sowie zu trockener Heizungsluft achten.

Schefflera (Heptapleurum actinophyllum) | Foto: coenobita / Wikimedia Commons / CC BY 4.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Pflegeleicht
- Licht
- Hell, indirekt
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Mittel
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller Platz mit indirektem Licht, geschützt vor praller Mittagssonne und kalter Zugluft.
Licht
Helles, indirektes Licht fördert einen dichten Wuchs; direkte Mittagssonne möglichst vermeiden.
Temperatur
Etwa 18 bis 25 °C sind passend; vor Kälte und Zugluft schützen.
Luftfeuchtigkeit
Normale Raumluft genügt; eine besondere Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.
Gießen
Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.
Substrat & Topf
Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.
Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Düngen
Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
- du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Aufrecht wachsender Kleinbaum mit verholztem Stamm und schirmförmigem Blattschopf.
- Herkunft: Tropisches Nordostaustralien und Neuguinea; wächst in Regen- und Monsunwäldern.
- Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
- Vermehren: Stecklinge, Samen
- Überwintern: Hell bei etwa 15 bis 20 °C halten und weniger gießen, ohne den Wurzelballen vollständig austrocknen zu lassen.
- Auch bekannt als: Schefflera; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Schefflera im Überblick
Die Schefflera (Heptapleurum actinophyllum) gehört zur Familie Araliaceae und wird als Zierpflanze in Innenräumen kultiviert. Herkunft und genaue Wuchsform sind artabhängig: Pflanzen können aufrecht, buschig, rankend oder rosettig wachsen. Auch Wuchshöhe, maximale Größe und genaue Mindesttemperaturen variieren je nach Art und Kultur. Die Pflege ist als „mittel“ einzuschätzen: Standort, Wasser- und Düngemanagement sollten an die jeweilige Art angepasst werden.
Standort
Heptapleurum actinophyllum stammt aus tropischen Gebieten Australiens und Neuguineas und entwickelt sich zu einem großen, aufrecht wachsenden Strauch oder Baum. Seine handförmig angeordneten Blattfiedern erinnern an einen Schirm und brauchen einen hellen Platz mit indirektem Licht. Bei zu wenig Licht kann der Wuchs lockerer werden; pralle Mittagssonne kann die Blätter schädigen. Normale Raumluft reicht aus, kalte Zugluft und starke Temperaturschwankungen solltest du vermeiden.
Substrat und Topf
Ein lockeres, strukturstabiles Substrat mit guter Drainage lässt überschüssiges Wasser ablaufen und hält dennoch gleichmäßig Feuchtigkeit. Für die kräftige, aufrecht wachsende Schefflera eignet sich ein standsicherer Topf mit Abzugslöchern. Eine Drainageschicht ersetzt diese Öffnungen nicht; Wasser im Übertopf sollte nach dem Gießen entfernt werden. Das Substrat sollte danach nicht lange nass bleiben, aber auch nicht vollständig austrocknen.
Richtig pflegen
Gießen
Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und durchfeuchte den Wurzelballen anschließend gleichmäßig. Überschüssiges Wasser sollte aus dem Topf ablaufen können; lasse es nicht im Übertopf oder Untersetzer stehen, denn dauerhaft nasse Erde bekommt den Wurzeln schlecht. Die Schefflera verträgt eine kurze Abtrocknung der Oberfläche, sollte aber nicht über längere Zeit vollständig austrocknen. Prüfe die Erde vor dem Gießen mit dem Finger, statt dich nach einem festen Rhythmus zu richten.
Düngen
Während des Frühjahrs und Sommers unterstützt regelmäßige, zurückhaltende Düngung das kräftige Wachstum. Im Winter wird bei nachlassendem Wachstum deutlich weniger oder gar nicht gedüngt, damit sich keine überschüssigen Nährstoffe im Substrat ansammeln.
Umtopfen
Umtopfen ist im Frühjahr sinnvoll, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder den Topf dicht durchziehen. Wähle einen nur wenig größeren, standsicheren Topf mit Abzugslöchern, denn zu viel ungenutztes Substrat bleibt leicht lange feucht.
Schneiden und Blattpflege
Zu lange oder störend ausladende Triebe kannst du im Frühjahr einkürzen, damit die Schefflera ihre aufrechte Form behält. Ein Schnitt knapp oberhalb eines Blattansatzes regt häufig die Verzweigung an. Große Exemplare stehen sicherer in einem stabilen Topf; Staub auf den Blättern lässt sich vorsichtig mit einem feuchten Tuch abwischen.
Jahresrhythmus
Im Frühjahr beginnt die Schefflera bei hellem, indirektem Licht meist wieder kräftiger zu wachsen; dann kannst du Gießen und Düngung allmählich steigern. Im Sommer braucht sie gleichmäßige Feuchtigkeit, ohne dass Wasser im Topf stehen bleibt. Im Herbst und Winter nimmt das Wachstum ab, daher wird sparsamer gegossen und die Düngung reduziert oder ausgesetzt. Ein heller Platz bei normaler Zimmertemperatur ist ganzjährig passend.
Vermehren
Stecklinge sind die praktische Vermehrungsmethode für die Schefflera; am besten schneidest du sie im Frühjahr oder Sommer von einem gesunden Trieb. Setze einen Triebabschnitt mit mindestens einem Blattansatz in leicht feuchtes, durchlässiges Substrat und stelle ihn hell, aber ohne direkte Sonne auf. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht, nicht nass. Auch eine Aussaat ist möglich, benötigt jedoch frisches Saatgut und Geduld bis zur Entwicklung kräftiger Jungpflanzen.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Zu dunkler Standort
- Symptom: Die Triebe werden lang und dünn, und die Pflanze verliert Blätter.
- Ursache: Zu wenig Licht bremst das Wachstum der lichtbedürftigen Schefflera.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze heller, aber weiterhin ohne pralle direkte Sonne.
-
Staunässe
- Symptom: Blätter vergilben oder fallen ab, während das Substrat lange nass bleibt.
- Ursache: Überschüssiges Wasser verdrängt Luft im Wurzelbereich und begünstigt Wurzelschäden.
- Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist.
-
Zu starkes Austrocknen
- Symptom: Die Blätter hängen schlaff herab oder bekommen trockene Ränder.
- Ursache: Längerer Wassermangel passt nicht zum mittleren Wasserbedarf der Schefflera.
- Gegenmaßnahme: Gieße gründlich, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft trockene Ballen.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft gieße ich eine Schefflera?
Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.
Braucht die Schefflera viel Licht?
Helles, indirektes Licht fördert einen dichten Wuchs; direkte Mittagssonne möglichst vermeiden.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen?
Umtopfe im Frühjahr, wenn die Pflanze stark durchwurzelt ist. Wähle einen Topf, der 2–4 cm größer als der Wurzelballen ist, und nutze ein durchlässiges Substrat.
Wie überwintere ich die Schefflera richtig?
Überwinter frostfrei, an einem relativ hellen Standort und mit reduziertem Wasserbedarf. Dünge im Winter meist nicht oder nur stark reduziert.
Ist Schefflera giftig für Haustiere?
Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.
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