Zimmerpflanzen1x1

Farn

Pellaea

Pellaea viridis

Pellaea (Pellaea viridis) ist ein wedelbildender Farn, der helles, indirektes Licht und gleichmäßige Feuchte bevorzugt. Halte das Substrat humos und durchlässig, vermeide Staunässe und sorge für höhere Luftfeuchte. Viele Zierfarne sind wenig giftig, Artunterschiede bestehen; bei Unsicherheit Haustieren und Kindern den Zugang verwehren.

Mittlerer Pflegeaufwand
Foto von Pellaea (Pellaea viridis).

Pellaea (Pellaea viridis) | Foto: Photo by David J. Stang / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Mittel
Licht
Hell, indirekt
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Klein (bis ca. 30 cm)
Wuchsform
Rosette

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller Platz mit indirektem Licht, ohne pralle Mittagssonne und nicht im dunklen Schatten.

Licht

Helles, indirektes Licht; milde Morgen- oder Abendsonne ist möglich, pralle Mittagssonne nicht.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C sind passend; vor kalter Zugluft schützen.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; zusätzliches Befeuchten ist nicht nötig.

Gießen

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.

Substrat & Topf

Humoses, lockeres und feuchtigkeitsspeicherndes Farnsubstrat.

Pflegeaufwand

Mittlerer Pflegeaufwand

Düngen

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
  • du wenig Platz hast, zum Beispiel auf Fensterbank oder Regal

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:KleinHell, indirekt

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Wedelbildende, nicht blühende Sporenpflanze.
  • Herkunft: Tropisches und südliches Afrika; wächst auf Felsen und in Felsspalten.
  • Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
  • Aufstellort: Fensterbank
  • Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
  • Vermehren: Teilung
  • Überwintern: Hell bei etwa 15 bis 20 °C halten und mäßig gießen, sodass das Substrat leicht feucht bleibt.
  • Auch bekannt als: Pellaea; Handels- und Sortennamen können abweichen; Cheilanthes viridis

Pellaea im Überblick

Pellaea (botanisch Pellaea viridis) gehört zur Familie Pteridaceae und zeigt die typische Farn-Wuchsform mit Wedeln und Sporenansammlungen statt Blüten. In Wohnräumen kann die kultivierte Größe je nach Art und Standort stark variieren; gängige Zimmerformen erreichen etwa 30 cm, manche Arten wachsen deutlich größer und können bis zu 3 m erreichen. Das Wachstum ist unter warmen, hellen Bedingungen und ausreichender Nährstoff- und Wasserversorgung mittel bis schnell.

Standort

Die Pellaea viridis stammt aus Afrika und wächst als kompakter Farn mit festen, eher ledrigen Wedeln; ein heller Platz mit indirektem Licht passt gut. Milde Morgen- oder Abendsonne ist meist verträglich, pralle Mittagssonne kann die Wedel schädigen. In zu dunkler Lage bleibt der Wuchs oft schwächer. Normale Raumluft genügt, und ein Platz fern von Heizkörpern oder starkem Luftzug hält die Bedingungen gleichmäßiger.

Substrat und Topf

Ein lockeres, luftiges Substrat mit guter Drainage passt zu Pellaea viridis, deren Wurzeln nicht dauerhaft nass stehen sollten. Eine strukturstabile Mischung, die Wasser aufnimmt und überschüssige Feuchtigkeit rasch abführt, beugt Wurzelfäule vor. Ein Topf mit Abzugslöchern ist wichtig; eine dünne Drainageschicht ersetzt diese nicht. Unglasierte Töpfe können das Abtrocknen unterstützen, sollten bei mittlerem Wasserbedarf aber nicht dazu führen, dass das Substrat ständig austrocknet.

Richtig pflegen

Gießen

Prüfe die Erde mit dem Finger und gieße, wenn die obere Schicht abgetrocknet ist; der Wurzelballen sollte dazwischen nicht vollständig austrocknen. Die festen Wedel machen die Pellaea etwas weniger empfindlich gegenüber kurzen trockeneren Phasen als viele zarte Farne, dennoch fördert gleichmäßige, mäßige Feuchte den Wuchs. Gieße durchdringend und lass überschüssiges Wasser ablaufen, denn dauerhaft nasse Erde kann die Wurzeln schädigen.

Düngen

Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer kannst du sparsam düngen, wenn die Pflanze neue Wedel bildet. Eine zurückhaltende Dosierung verhindert, dass sich Salze im Substrat anreichern oder die Wurzeln belastet werden. Im Winter, wenn das Wachstum nachlässt, pausierst du die Düngung.

Umtopfen

Topfe Pellaea viridis im Frühjahr um, wenn die Wurzeln den Topf deutlich ausfüllen oder das Substrat seine lockere Struktur verloren hat. Wähle nur einen etwas größeren Topf mit Abzugslöchern, denn ein übergroßes Gefäß hält unnötig lange Feuchtigkeit. Behandle den Wurzelballen vorsichtig und setze die Rosette nicht tiefer als zuvor.

Schneiden und Blattpflege

Ein Formschnitt ist bei der kompakten Rosette nicht nötig. Entferne abgestorbene oder stark beschädigte Wedel mit einer sauberen Schere nahe an ihrer Basis, ohne dabei junge Wedel oder den Wurzelstock zu verletzen. Eine Stütze braucht die kleine Pflanze normalerweise nicht. Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel von den Wedeln nehmen.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr beginnt Pellaea viridis bei hellem, indirektem Licht meist wieder kräftiger zu wachsen; dann kannst du das Gießen am Bedarf ausrichten und in der Wachstumszeit sparsam düngen. Im Sommer schützt du die Wedel vor direkter, starker Sonne und lässt überschüssiges Gießwasser ablaufen. Im Herbst und Winter fällt das Wachstum oft geringer aus, deshalb gießt du zurückhaltender und pausierst die Düngung. Normale Zimmertemperatur und normale Raumluft genügen ganzjährig.

Vermehren

Die Vermehrung gelingt durch Teilung eines gut entwickelten Wurzelstocks, am besten im Frühjahr beim Umtopfen. Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und löse den Wurzelballen behutsam in Teilstücke, die jeweils Wurzeln und mehrere kräftige Wedel besitzen. Setze jede Teilung in einen passenden Topf mit lockerem, gut drainierendem Substrat. Halte es anschließend gleichmäßig leicht feucht, aber nicht nass, und stelle die Töpfe hell ohne direkte Sonne auf.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Staunässe im Wurzelbereich

    • Symptom: Wedel vergilben oder welken, obwohl das Substrat noch nass ist.
    • Ursache: Dauerhafte Nässe und fehlender Wasserabzug schädigen die Wurzeln.
    • Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und verwende einen Topf mit Abzugslöchern sowie lockeres Substrat.
  2. Zu wenig Licht

    • Symptom: Neue Wedel bleiben spärlich und der kompakte Wuchs verliert an Dichte.
    • Ursache: Ein zu dunkler Standort reicht dem Farn für kräftiges Wachstum nicht aus.
    • Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze heller, aber weiterhin vor direkter, starker Sonne geschützt auf.
  3. Zu häufiges Düngen

    • Symptom: Wedelspitzen werden braun oder das Wachstum wirkt geschwächt.
    • Ursache: Zu viel Dünger kann Salze im Substrat anreichern und die Wurzeln belasten.
    • Gegenmaßnahme: Dünge nur zurückhaltend während des Wachstums und pausiere im Winter.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie viel Licht braucht Pellaea?

Helles, indirektes Licht; milde Morgen- oder Abendsonne ist möglich, pralle Mittagssonne nicht.

Wie oft muss ich Pellaea gießen?

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.

Wie vermehre ich Pellaea am besten?

Ja, Pellaea viridis lässt sich im Frühjahr durch Teilung eines gut entwickelten Wurzelstocks vermehren.

Warum werden die Blattkanten meiner Pellaea braun?

Oft durch zu trockene Luft, unregelmäßiges Gießen oder kalkreiches Wasser; erhöhe Luftfeuchte und passe die Wassergabe an.

Ist Pellaea giftig für Katzen und Hunde?

Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.

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